Marni

Rasse: Mischling
Geschlecht: weiblich
Geboren: 05.02.2012
Kastriert: ja
Im Tierheim seit: 15.06.2020
Schulterhöhe: 33 cm
Gechipt: ja
Gewicht: 8,2 kg


 

kleiner Angsthase sucht geduldigen Platz als Zweithund

 

Die kleine Hündin Marni wurde uns durch befreundete Tierschützer aus Rumänien empfohlen. Die sehr scheue Hündin klammerte sich an eine andere Hündin, mit der sie ihre Bleibe teilte. Für diese zweite Hündin bot sich jedoch eine Möglichkeit der Ausreise. Für Marni wäre das wohl der Untergang gewesen und so nahmen wir sie mit weiteren Hunden bei uns auf. Auch hier zeigte sich, dass sich der kleine Angsthase sehr an anderen Hunden orientierte. Als diese nach und nach vermittelt wurden, suchten wir nach einer Möglichkeit, Marni etwas zur Ruhe kommen zu lassen, da sie im Beisein mancher Mitarbeiter oder bei Besuchern panisch ihre Kreise drehte. Sie zerbiss ihre Leinen, frass nichts, so konnte das nicht weitergehen. Eine langjährige treue Unterstützerin unseres Tierschutzvereins bot an, Marni als Pflegehund erst einmal zu sich zu nehmen. Auch dort reagierte die Blondine verängstigt und ließ keine menschliche Nähe zu. Leider tendiert sie dazu, deutlich zu zeigen, dass ihr etwas nicht passt; wenn sie sich bedrängt fühlt, lässt Marni gern mal ihre spitzen Zähnchen blitzen. Mittlerweile ist dies im häuslichen Umfeld in ihrem "Pflegerudel" schon besser geworden. 

Wie auf den Fotos deutlich erkennbar, braucht Marni zwingend einen souveränen Zweithund. Dann kann sie auch die Spaziergänge in ruhiger ländlicher Natur genießen. Sehr schreckhaft ist sie immer noch bei Autos bzw. Straßenlärm an sich, fremden Stimmen, fremden Menschen, eigentlich allem, was ihr Gefühl von Ruhe und Abgeschiedenheit stört. Wer also in einer harmonischen Wohngegend lebt und mega viel Geduld aufbringt, für den könnte Marni als Zweithund ideal sein.

 

Update 10.09.2020: nachdem Marni etwa 3,5 Wochen als Pflegehund in einer Familie mit anderen Hunden zusammen lebt, macht sie schon erstaunliche Fortschritte: 

"Sie ist sehr interessiert an uns und beobachtet uns ganz genau. Ich kann sie jetzt schon streicheln, ohne das sie wie vom Stromschlag getroffen zusammen zuckt. Heute habe ich sie frei mit Leine auf unserer Wiese laufen lassen. Ging super. Ihre liebste Beschäftigung ist sich im Grase zu wälzen. Beim Spaziergang aller zwei Meter. Sie fühlt sich wohl, frisst super, freut sich manchmal schon richtig,wenn ich unterwegs war und zurück komme. 

An der Straße wird es auch schon ein wenig besser. Gestern war ich mit meiner Bekannten spazieren. Anfangs war Marni panisch. Ich habe ihr gesagt sie soll sie einfach streicheln und bin kurz weg gegangen. Da wurde sie schon etwas ruhiger. Während der Spazierganges war sie vorsichtig und hat beobachtet. Zum Schluss lief sie schon ziemlich entspannt und wälzte sich wieder ausgiebig auf der Wiese, was sie anfangs nicht gemacht hat.

Wir sind sehr stolz auf Marni. Sie gibt sich so viel Mühe und bringt uns oft zum schmunzeln.

Jetzt, wo sie weiß, daß ihr nix passiert und sie langsam Vertrauen fasst, blinken die Zähnchen nicht mehr. Sie kommt nicht mehr nach vorn, hört auch gut, wenn ich nein sage. Wäre die tief sitzende Angst nicht, wäre sie jetzt schon ein Traumhund.

Mit Katzen hat sie übrigens null Probleme."

 

  

 

 

 

 

    

 

Update 09.06.2021: Marni hat sich in ihre Pflegefamilie gut eingewöhnt, sie kennt die Abläufe und liebt es, sich im Garten herumzuwälzen. Fremde Hunde lehnt sie ab, bei Autos und auch anderen Menschen verfällt sie leider immer noch sofort in ihren Fluchtmodus. Bei Spaziergängen ist sie schnell gestresst, es sei denn, sie laufen im Wald ohne jegliche Begegnungen. Es ist also immer noch ein langer Weg mit ihr.

 


 

    Marni in Rumänien