Yusti

Rasse: Mischling
Geschlecht: männlich
Geboren: ca. 01/2011
Kastriert: ja
Im Tierheim seit: 06.04.2020
Schulterhöhe: 63 cm
Gechipt: ja
Gewicht: 32,5 kg


 

 

 

"Kuschelmonster" gesucht?

 

Durch einen Hilferuf einer befreundeten Tierschutzorganisation wurden wir auf Yusti und sein Schicksal (siehe weiter unten) aufmerksam. Keine Frage, ihm wollten wir um jeden Preis helfen. Also fand er während bzw. trotz der Coronakrise nach einiger Zeit den Weg in unsere kleine Einrichtung.

Für seine geschätzten 9 Jahre ist der kräftige Rüde sehr verspielt. Wobei er mit den Menschen viel lieber kuschelt statt herumalbert. Aufgrund der vielen "Knuddelmasse" des Rüden sollten Kinder schon etwas größer sein. 

 

Größere Kinder sind herzlich willkommen 

 

Yusti möchte gern Beachtung haben und kann lautstark Aufmerksamkeit einfordern. Jedoch gibt er ebenso schnell wieder Ruhe, liegt entspannt da und döst. Mit anderen Hunden verträgt er sich und vertreibt sich spielerisch die Zeit mit ihnen. 

An seiner Leinenführigkeit muss noch ein wenig gearbeitet werden, der große Kerl hat so viel nachzuholen, dass er anfangs an der Leine zieht. Yusti ist sehr verfressen, man kann also wunderbar mit Leckerli üben. Bei den Spaziergängen mit Yusti haben wir bemerkt, dass er bei vorbei fahrenden Autos recht ungehalten wird und aufgeregt bellt. Eine verkehrsarme Wohngegend wäre von Vorteil.

Trotz seiner schlimmen Erfahrungen der Vergangenheit (lebte in Rumänien nur als Kettenhund und soll geschlagen worden sein) ist er sehr menschenbezogen und genießt die Streicheleinheiten, wenn's sein muss mit vollem Körpereinsatz. Er zeigt aber genauso selbstbewusst, wenn er etwas nicht mag oder sich eingeschränkt fühlt. Damit sollten zukünftige Besitzer auf jeden Fall umgehen können. 

Was gibt es noch über ihn zu berichten: Yusti steigt ein paar Treppen (zu viele sollten es nicht sein, seine Gelenke kennen das aus den vergangenen Jahren nun einmal nicht) und er ist vorbildlich stubenrein. Eine leichte Tendenz zum Jagen ist bei ihm erkennbar, was hier durchaus dem Gruppenzwang geschuldet sein könnte. Der Rumäne lässt jedoch genauso schnell wieder davon ab. Wenn ein Grundstück vorhanden ist, sollte es deshalb idealerweise eingezäunt sein. Übrigens genießt es Yusti sehr auf dem Sofa zu lümmeln. Wer lässt den umwerfenden Charmeur an seinem Leben teilhaben?

 

Update 2021: Yustis "Patenonkel", ein langjähriger Unterstützer unseres Vereins, beschäftigt sich in seiner Freizeit zuverlässig mit Yusti und beide genießen die gemeinsamen ausgiebigen Spaziergänge. Über Yusti sagt er: 

 

Yusti ist ein ausgesprochen fitter Hund welcher unsere Spaziergänge
in einem flotten Tempo bewältigt. Pausen sind nicht so seine Sache, da wird er nach kurzer Zeit unruhig und möchte unbedingt weiter. 

Man kann mit ihm also bedenkenlos größere Ausflüge und Wanderungen unternehmen. 

Auch die Fahrt mit dem Auto ist auf den Strecken, die wir bisher gefahren sind kein Problem gewesen. Er steigt allein ein und aus und während der Fahrt schaut er aus dem Fenster oder legt sich hin. 
Ich habe auch den Eindruck das er ein gelehriger Hund ist, welchen man auch 
geistig fordern kann. Woran die neuen Besitzer aber arbeiten müssen, ist sein Verhalten an der Leine, wenn man unterwegs jemanden trifft. Dabei ist es egal ob Fußgänger, Radfahrer oder Autos, da zieht er sehr stark an der Leine, bellt einige Zeit, bis er sich dann langsam wieder beruhigt. Man kann es auch so sagen, er ist sehr wachsam. Ich bin aber der Meinung, mit Geduld und Konsequenz kann man ihm das abgewöhnen. Also für jemanden, der sich selbst gern bewegt und Geduld hat, sollte Yusti eine gute Wahl sein.

 

 

Yusti hält Siesta in der Sonne

 

   

 

 

  

 

 

Yusti und Roxy

 

 

 

 


   Yusti´s Hilferuf aus Rumänien

Yusti gehört leider zu den vergessenen Seelen.
Georgiana rettete ihn aus einem 300km entfernten Ort in Rumänien, er hatte einen riesigen Tumor. Monatelang verbrachte er in einer Klinik in Bukarest.
Er konnte nicht laufen und der Krebs hätte nach der OP zurück kommen können.
Zudem war der alte Junge (ca. 9 Jahre) sein Leben lang an der Kette und wurde nur geschlagen. Zu Menschen hatte er kein Vertrauen mehr.
Doch Yusti hat sich komplett verwandelt und zurück ins Leben gekämpft.
 Er ist sanft und ein richtiger Zuhörer geworden, bewegt sich einwandfrei und ist einfach nur glücklich, dass er noch lebt.
Nun fehlt ihm noch eine neue Chance, jemand, der ihn nie mehr im Stich lässt!
Wo sind seine Menschen? 

 

Hier noch der pathologische Befund: Dr.Soare schreibt, dass er den zellulären Tumor vollständig operativ entfernt hat und dass es nur ein geringes Risiko eines Rezidivs gibt. Nach seiner Einschätzung war es ein Schwannom. Ein gutartiger und meist langsam wachsender Tumor des peripheren Nervensynstems, der von den Schwann-Zellen ausgeht.