Was gestern geschah

 

07.05.2021

Ungewöhnlich früh, gegen halb 7, wurde Woolfy geweckt, um sich die Beinchen zu vertreten. Dann brachen wir mit ihm auf eine weite Reise quer durch Deutschland auf. Der 16 jährige Rüde verstand sich beim Besuch einer Eurasierhündin und ihrem Frauchen mit beiden prima und so durfte er nun umziehen. Die lange Fahrt bewältigte Woolfy meisterhaft, ohne einen Funken Unsicherheit oder Ungeduld. In einem Vorort von Hamburg befindet sich das Einfamilienhaus mit großem malerischen Garten. Ein Ort wie zum Urlaub machen. Woolfy ist zu beneiden.Der Rüde freute sich über Frauchen und die Hunde freuten sich auch übereinander. Wie sehr ihm alles gefiel, bewies er uns, in dem er ausgelassen umher rannte und sogar die Treppen hinauf sauste. In der Wohnung drinnen fand er zwar alles interessant, aber- auch dank der Sonne - lockte es ihn in den Garten. Es war einfach zu herrlich, die beiden Hunde im Doppelpack umher flitzen zu sehen. Wo der eine war, war er andere auch sogleich. Als ein plötzlicher Regenguss kam, suchte Woolfy erst unter einem der Büsche Schutz. Dann kam er im Eiltempo zur Terrasse geflitzt, dicht gefolgt von seiner neuen Kumpeline Mai-Lin. Beide bekamen etwas zu Knabbern. Woolfy durfte sogar die Krümel von Mai-Lin aufessen. Nun weiß der kleine verfressene Rüde ganz genau, wo die Leckereien versteckt sind. Aber Frauchen achtet auf seine Figur. Für genug Bewegung ist auf alle Fälle ausreichend gesorgt. Gestärkt mit Kaffee und zahlreichen Glückshormonen traten wir die Heimreise an. Wir sind überaus dankbar, zufrieden und erleichtert, dass der deutlich jünger wirkende Senior nach nicht ganz 3 Monaten Aufenthalt bei uns sein Glück gefunden hat. Trotz seines Alters und seiner Vorgeschichte (Hernien-OP), die ihm noch ein wenig am kurzen Fell anzusehen ist. Riesen Dank und noch viele schöne gemeinsame Jahre wünschen wir Woolfy, Mai-Lin und Frauchen.

 

06.05.2021

In unserer Katzenquarantäne gibt es einen Neuzugang zu verzeichnen. Der schwarze Kater Max verlor nach dem Tod seines Frauchens sein Zuhause. Eine Verwandte kümmerte sich darum, dass Max bei uns gut unterkommt, jedoch wusste sie auch nicht viel über den Kater. Bei uns eingetroffen konnten wir nur am Gewicht erahnen, dass es sich um einen großen kräftigen Kater handeln musste, zusehen war nämlich nicht viel. Max hatte große Angst, duckte ab, versteckte sich. Ein großes schwarzes Bündel mit rießen Augen. Von den Verwandten erfuhren wir, dass Max sich sonst sehr anhänglich und verschmust zeigte. Bestimmt wird Max bald verstehen, dass wir es auch nur gut mit ihm meinen. Seine Zimmernachbarin "Mamma Mietz", die zuletzt bei uns angekommen ist, macht jedenfalls große Fortschritte, nimmt Leckerlie, lässt sich streicheln und miaut sogar schon. Vielleicht hilft die positive Energie Max ein wenig über seine Trauer hinweg.

 

05.05.2021

Im Tierheim begannen die Renovierungsarbeiten der sogenannten "Alten Futterküche". Hierfür hatten wir vorab den Raum komplett leer geräumt und heute begannen die Abbrucharbeiten. Natürlich haben wir uns im Vorfeld viele Gedanken gemacht, wie wir den Raum künftig nutzen wollen und wir waren uns einig, dass eine Hundedusche eine wirkliche Bereicherung für uns und unsere Tiere wäre. Die Fertigstellung liegt natürlich noch in ferner Zukunft doch wir fiebern dem ersten Einsatz schon entgegen.

Außerdem kam es zum Havariefall. Der alte Wasserhahn hatte ein Loch im Schlauch und tropfte. Rasch war ein Neuer besorgt und unser Hausmeister machte sich ans austauschen. Jedoch schloss das Eckventil nicht richtig, Wasser lief heraus. Nun war guter Rat teuer und wir schwangen uns ans Telefon. In unserer Not war es Firma Senf aus Großröhrsdorf die uns sofort einen kompetenten Mitarbeiter vorbei schickten und den Wasserhahn fachgerecht angeschlossen hat. Danke!

Und natürlich waren wir auch wieder für unsere Schützlinge im Einsatz. Dem ehemaligen Kettenhund Micutsu, der zuletzt aus der Smeura bei uns eingetroffen war, wurde noch in Rumänien die eingewachsene Kette aus dem Hals operiert. Die Fäden der Operation waren deutlich zu sehen und wir fuhren mit dem Rüden zum Tierarzt, um uns zu vergewissern, dass alles gut abheilt. Die Tierärztin hatte natürlich ebenso Mitleid mit dem großen Schnuffel wie wir, attestierte aber eine gute Heilung und zog im Anschluss gleich die Fäden. Für den Zappelphillip war das Stillhalten gar nicht leicht, weil er so gern wissen wollte, was da unter seinem Kopf passierte, doch gemeinsam konnten wir ihn doch von seiner sichtbaren Vergangenheit befreien.

 

04.05.2021

Knapp eine Woche, nachdem ihre Schwester Lisa umziehen durfte, war auch Hündin Mona an der Reihe. Am Vormittag stellten wir die Hundedame noch einmal unserem Tierarzt vor, da sie sich öfter am Ohr kratzte. Und tatsächlich: die Hündin scheint etwas anfälliger mit ihren Ohren zu sein. Sie bekam Ohrentropfen verordnet, die wir bei der Vermittlung gleich mit aushändigten. Die Reise in Monas neuen Lebensabschnitt führte uns nach Dresden, in die selbe Gegend, wo vor etwa 8 Wochen bereits der Rüde Figaro ein Zuhause fand. Die Suche nach einem Parkplatz war nicht sofort von Erfolg gekrönt, und so mussten wir ein paar Straßen weiter parken. Somit verlief Monas erste Begegnung mit ihrem zukünftigen Revier ein wenig turbulent. In der Kindertagesstätte herrschte gerade reger Betrieb, einige Container wurden just in dem Moment geleert, Schulkinder hatten Schulschluss. Aber Mona meisterte das alles für ihre Verhältnisse mega tapfer. Zwar blieb sie ab und zu stehen, schaute sich um, aber ließ sich souverän an der Leine zum Weiterlaufen bewegen. Auch die Treppen waren für sie gar nicht so schlimm, wie wir es erwartet hätten. Im Flur erkannte sie dann schon den jungen Mann wieder und ihr Schwänzlein wedelte vorsichtig. Neugierig schaute sie sich um und dann überkam sie ein riesen Durst. Oder versuchte sie damit, ihrer Aufregung Herr zu werden? Dann holte sie sich Schmuseeinheiten ab. Als wir ihr ihre Hundematratze zeigen, legte sie sich darauf und schien schon wesentlich entspannter. Nur als es für uns an der Zeit war, wieder Richtung Tierheim aufzubrechen, wurde Mona erneut unruhiger, kam schmusen und wollte im ersten Moment wieder mit. Herrchen lenkte sie mit ausgiebigem Streicheln ab. Zum Abschluß konnten wir noch einen guten Ratschlag weitergeben, den wir von Figaros Frauchen erhielten: Da Vierbeiner auf dem benachbarten Friedhof erlaubt waren, empfiehlt sich gerade für unsichere Hunde das Gassi in diesem verkehrsberuhigten, geräuscharmen Grün. Wer weiß, vielleicht treffen sich die beiden rumänischen Schönheiten mal und plaudern über uns und ihr neues Familienleben.

 

03.05.2021

Diesen traurigen Tag hätten wir allen, aber ganz besonders Yusti, gern erspart. Seit seiner Vermittlung sind erst sechs Tage vergangen und schon ereilte uns der Hilferuf: die neuen Besitzer kamen nicht mit dem Rüden zurecht. Die Lage spitzte sich immer mehr zu, die Spaziergänge wurden zu einer Belastung, die neuen Besitzer trauten ihm nicht mehr. Also wurde Yusti heute wieder an uns zurückgegeben. Es ist vor allem schade, dass Yusti der Leidtragende ist, der die Situation natürlich nicht versteht. Man hätte ihm einfach mehr Zeit geben und mit ihm arbeiten können. Nun suchen wir weiter nach einem geeigneten Zuhause für ihn, am besten mit Grundstück und weniger Straßenverkehr.

 

01./02.05.2021

Wir haben wieder einen neuen Bewohner in unserer Katzenquarantäne. Nachdem die fertig geimpften Samtpfoten Zauser, Gretel und Suse in unsere Katzenhäuser umziehen durften, war die Quarantäne für einen kurzen Moment leer. Allerdings brachte man uns am Nachmittag wieder einen neuen Notfall. Diese lief den Abgebern als Katzenkind im Herbst 2019 zu und durfte draußen auf dem Hof ihr Leben leben. Sie bekam Futter und hatte viele Unterschlupfmöglichkeiten. Allerdings wurde sie immer zutraulicher und wollte Menschenanschluß. Der Hund des Hauses ist jedoch auf Katzen nicht gut zu sprechen und empfand die Katze nun als forschen Eindringling. Um die Situation nicht länger anzuspannen, wurde uns die Katze übereignet. Nun ist sie bei uns, zwar etwas schüchtern, doch lieb. 

 

30.04.2021

Einer spannenden Zukunft darf unser lieber Chappi entgegenblicken. Sein neues Zuhause liegt in Görlitz nahe eines wunderschönen Wandergebiets. Die Fahrt bis dahin verschlief der weiße Wuschel einfach. Doch als das Auto aufging war er putzmunter und freute sich unglaublich darüber, seine neue Familie wiederzusehen. Wir hatten kaum unsere Mappe aus dem Auto genommen, da waren die Kinder schon mit Chappi ins Haus verschwunden um ihm alles zu zeigen. Bei leckerem selbstgebackenem Kuchen besprachen wir das Vertragliche. Chappi schaute sich derweile um, blieb dann an der Tür zum Garten stehen und bat ganz höflich mit seinen Augen darum, dort auch kucken zu dürfen. Wir erfüllten ihm den Wunsch. Vorerst noch an der Leine, erkundete er sein neues Revier und verteilte seine Duftnote. Neben den regelmäßigen Ausflügen ins Wandergebiet, soll der Rüde künftig auch mit zum Campingausflügen. Und wenn er es möchte, darf er sogar mit Segeln fahren. Chappi schien glücklich zu sein und so waren wir es auch. Mit gutem Gefühl, traten wir die Heimreise an.

 

29.04.2021

Zu unserer Freude und Überraschung, kamen am Nachmittag die sieben Hunde aus der Smeura bei uns an. Irgendwo gab es einen Fehler in der Kommunikation und wir erhielten keine Nachricht, wann die Hunde tatsächlich eintreffen. Nun waren sie also da und wir gingen ans Werk. Mit vereinten Kräften hoben wir die Boxen aus dem Auto, holten die Hunde einzeln heraus und brauchten sie in ein leeres Gehege. Dort konnten sie sich erstmal erleichtern, Wasser trinken und sich gegenseitig kennenlernen. So verschieden der "Schwung" diesmal auch ist ging es absolut friedlich und freundlich zu. "Offen und zugänglich" war die Beschreibung und es trifft absolut zu. Nur Hund Smeura war schüchtern, wollte lieber für sich sein. Kein Wunder nach 11 Jahren in der Smeura. Doch sie wird sicher irgendwann verstehen, dass wir ihr nichts böses wollen.

 

28.04.2021

Zuverlässig wie immer fuhr gegen Mittag unsere Tierärztin vor, um die regelmäßige Visite in unserer Einrichtung vorzunehmen. Heute standen ausnahmsweise nur wenige Patienten auf der Tagesordnung. Die Katzen Zauser und Suse bekamen ihren zweiten Pieks, so dass sie auch bald in eines unserer Katzenhäuser umziehen dürfen, um dort die Besucher von sich zu überzeugen. Bei Chappi erblickten wir eher zufällig beim Bürsten eine kleine Beule an seinem linken Sprunggelenk und ließen diese tierärztlich abklären. Wir waren dahingehend etwas sensibilisiert und aufgewühlt, da unlängst bei Paula ebenfalls an einer ähnlichen Stelle ein Tumor entdeckt wurde. Zum Glück stellte sich Chappis Schwellung als gutartiges Artherom, also umgangssprachlich als Grützbeutel, heraus. Wir waren erleichtert und können nun entspannt seinem Vermittlungstermin entgegensehen. Letzte Kandidatin für die Tierarztrunde war Hündin Tigra. Da in letzter Zeit viele Hunde vermittelt werden konnten, entwickelten sich leider Unstimmigkeiten im Rudel. Tigra hatte eine Bissverletzung abbekommen, die sie unvorteilhafterweise  ständig beleckte und beknabberte. Es gab kein Drumherum: Die Ärmste muss nun einen Trichter aufsetzen. Außerdem bekommt sie Schmerzmittel und Antibiotika und die betroffene Stelle wird täglich gewaschen. Tigra verkraftet das alles tapfer, weil sie merkt, dass ihr nichts anderes übrig bleibt. 

Am Nachmittag fuhren wir zu einem besonderen Einsatz: ein aufmerksamer Bürger teilte uns mit, dass sich eine scheinbar geschwächte Taube bei ihm im Kaninchenstall verirrt hat. Bewappnet mit Kescher und Transportbox fuhren wir los, um sie einzufangen. Gleichzeitig telefonierten wir herum, wer sich um das Tier artgerecht kümmern könnte. Bei der Stadttauben-Initiative Dresden e.V. wurden wir fündig. Also durfte das Täubchen noch mit uns nach Dresden weiterfahren, wo sie sich erst einmal von den ganzen Strapazen erholen kann und fachmännisch umsorgt wird.

 

27.04.2021

Wir sind erfreut, dass "unser" Yusti nach all dem langen Warten nun seine Menschen gefunden hat. Voller Freude ist er sogar ins Tierheimauto gehoppst. Nach dem Aussteigen in Bischofswerda beschnupperte er jeden Winkel auf dem Weg zur Wohnung. Vor dem richtigen Eingang blieb er stehen. Ein schlaues Kerlchen. Die Treppen fand er erst einmal als große Herausforderung. Den selbstbewussten Rüden auf einmal so verschüchtert und beinahe hilflos zu sehen, rührte uns sehr. Mit freundlichem Zureden klappte es schließlich, Stufe für Stufe. Hier kann nur ständiges Üben weiterhelfen. An der Wonungstür begrüßte Yusti seine neue Familie, sah sich drinnen alles an und ließ sich abwechselnd streicheln. Er war noch sehr unruhig und jedes Rascheln weckte seine Aufmerksamkeit. Seine Liegemöglichkeiten ignorierte Yusti zu diesem Zeitpunkt noch. Es war ja alles so neu und aufregend und er hatte wohl Angst, etwas zu verpassen. Der große Blonde drängelte sich auch gerne zwischen Sofa und Tisch, so daß er von jedem bekrabbelt werden konnte. Immer wieder verschwand er zwischendurch im Esszimmer. Wir orakelten, was seine Motivation war. Unsere Vermutung ist, da dies der kühlste Raum der Wohnung ist, suchte er ihn immer wieder auf, um sich wahrscheinlich selber ein bißchen zu beruhigen. Yusti ließ sich neu einkleiden, dann trank er endlich etwas und verfiel wieder in seine Unruhe. Herrchen ging mit Yusti daraufhin sofort vor die Tür, ohne auf uns zu warten. Es sah so aus, als hätten beide nur auf diesen Zeitpunkt gewartet. Die zwei "Männer" waren nun unter sich und wir Frauen klärten noch offene Fragen zu Futter, Fellpflege usw. Da Yusti leider die schlechte Angewohnheit zeigt, Autos anzubellen, wird seine Familie auf jeden Fall dran bleiben und ihm zeigen, dass von vorbeifahrenden Autos wirklich keine Gefahr ausgeht. Hier ist nicht Rumänien, sondern hier bei seiner Familie ist er sicher und wohl behütet. 

 

26.04.2021

Die gestrige Fundkatze konnte dank Verbreitung im Internet schnell wieder von ihrem Besitzer abgeholt werden. Dieser staunte nicht schlecht, dass seine Miez doch einen weiteren Weg zurückzulegen schien, als er bisher annahm. Wir gaben ihm den guten Rat mit auf den Weg, seine Katze am besten chippen und registrieren zu lassen. Wenigstens wissen wir nun, für den Fall der Fälle, sie würde wieder jemandem Fremden um die Füße streifen, wo sie hingehört.

Noch ein Tier durfte heute unser Tierheim verlassen. Die Rede ist von Hündin Lisa. Die schüchterne Zarte aus Rumänien hatte ihre erneute - und diesmal richtig vorgenommene - Kastration prima überstanden, die Fäden wurden gezogen und der Halskragen durfte ab. Derart "befreit" brach sie mit Josi auf in ihren neuen Lebensabschnitt. Die Familie hatte früher bereits einem Hund aus unserem Tierschutz ein schönes langes Leben geschenkt und nun durfte Lisa die Familie wieder komplettieren. Die Fahrt war für die Hündin kein Problem, sie nahm es einfach an und harrte der Dinge, die da kommen. Sobald sie dann das Grundstück betreten hatte, kostete sie, ob ihr das Gras auch mundete. Der eine legt eben wert auf ein kuscheliges Hundebett, der andere auf Spielsachen und Lisa zeigte ihre Vorliebe für den Rasen. Es schien ihr sehr gut zu schmecken, das hieß, ihr neues Terrain wurde also bestens angenommen. Mit Leckerli konnte Lisa schließlich überzeugt werden, auch in das Haus hinein zu gehen. Sie folgte in die Stube, drehte eine Runde um den Sessel, erblickte ihren Platz, auf dem auch Leckerlis verteilt waren und legte sich hin. Die ganze Anspannung fiel von ihr ab und sie wirkte, als wäre sie schon immer dort. Verträumt ließ sie sich das Geschirr wechseln und dann fiel Lisa wieder um und schnarchte. Selbst Josis Aufbruch bemerkte die Hündin nur im Halbschlaf. Sie fühlte sich offensichtlich wohl, sicher und geborgen. Wir freuen uns mit Dir, liebe kleine Lisa, dass Du so schnell Deinen Platz gefunden hast. Deiner Schwester Mona wird hoffentlich bald dasselbe Glück zuteil.

 

24./25.04.2021

Da aufgrund der aktuellen Corona- Verordnung ab Montag die Baumärkte wieder schließen müssen, haben wir den Samstag noch schnell genutzt, um Baumaterial für die dringende Sanierung unserer Hundegerüste einzukaufen. Von Farben über Pinsel bis hin zu Terrassendielen wurde alles wichtige eingekauft. Unser Tierheimauto musste die Strecke sogar zweimal fahren, damit wir alles transportieren konnten. 

Am Sonntag wurde uns eine Fundkatze gebracht, die jemandem in der Nähe vom Bahnhof in Großröhrsdorf zugelaufen war. Sie hatte leider keinen Chip, allerdings haben die Finder Bilder von ihr in den sozialen Netzwerken veröffentlicht. Da die Katze weder scheu noch verwildert war, gehen wir davon aus, dass sich vielleicht doch noch der oder die Besitzer ausfindig machen lassen.

 

23.04.2021

In eine ruhige Gegend nach Dresden konnte heute der liebe Rüde Bob vermittelt werden. Die Fahrt verlief ruhig, Bob schaute neugierig aus dem Fenster. Am Ende einer Sackgasse wurde das Schwergewicht von Mario aus dem Auto gehoben. Mimose Bob jammerte dabei so laut, dass Passanten sich schon umgeschaut haben, ob dem armen Hund auch kein Unheil wiederfährt. Bob war natürlich ziemlich aufgeregte, wollte zu jedem hingehen und ihn gleich freundlich begrüßen, wie es eben seine Natur ist. Die Eingangsstufen zum Haus erschienen für Bob erst einmal sehr gruselig, sodass Mario sich nochmals als Gewichtheber übte. Im Haus selbst war es dann kein Hindernis für Bob und er lief zielsicher in "seine" Wohnung. Natürlich musste auch hier alles unter unablässigem wedeln beschnuppert werden, ehe er sich mitten im Raum niederließ und langsam zur Ruhe kam. Als wir den "Papierkram" besprachen hörte man ihn umher wandern. Sein orthopädisches Bett ließ er vorerst links liegen. Er wollte in der Zimmermitte liegen, von wo aus er den besten Überblick hat. Bob schien sehr zufrieden zu sein mit seinem neuen Umfeld. Wir hoffen natürlich, dass das noch lange so bleibt und Bob gemeinsam mit seinen neuen Leuten ganz viele wundervolle Dinge erlebt.

 

22.04.2021

Unsere große Hündin Paula war heute endlich zum Abmarsch in ihr neues Leben bereit. Ins Auto wurde sie gehoben und los ging unsere Fahrt ins Grüne. Ein Dorf, sehr abgelegen, und umgeben von Feldern und Wald, ist nun die neue Heimat von Paula. Fast können wir neidisch sein über die idyllische Umgebung. Sie dürfen es sich so vorstellen: es ist ein Dreiseitenhof mit angrenzendem großen Garten und nebenan noch eine große Pferdekoppel, dahinter beginnt schon der Wald. Genügend Natur zum Genießen. Paula war erst einmal sehr verhalten. Ihr Schwänzlein bewegte sich ein wenig unsicher wedelnd. Sie sagte kurz ihrer neuen Familie "Hallo", begrüßte auch den vorhandenen großen Rüden Balou und schaute sich ihr zukünftiges Revier an. Der Rüde war so aufgeregt und überschwänglich vor Freude, Paula endlich als neue Partnerin an seiner Seite willkommen zu heißen. Kurz ging sie auf seine Avancen ein, zeigte dann aber, dass sie genug hat und setzte ihre Erkundungen fort. Wir ließen ihr viel Zeit dazu. Paula ist schließlich eine sensible Persönlichkeit. Zunächst waren wir nur auf dem großen Hof, mit Zugang zu den Räumen, welche die Hündin aber noch wenig interessierte. Klar, das Wetter war schön, also warum irgendwo hineingehen? Immer wieder suchte sie zwischendurch auch die Nähe von uns Menschen und ihrem neuen Gefährten. Als Paula während ihrer x-ten Runde das riesige Scheunentor erblickte und daran kratzte, zeigte sie uns, dass die Zeit reif war, ihr nun den dahinter befindlichen großen Garten zu zeigen. Hach, wie herrlich, sie rannte und wälzte sich ausgiebig auf der Wiese. Währenddessen machten wir Bekanntschaft mit den Pferden und den zugelaufenen Stallkatzen. Allesamt waren ein super Team, das erkannten wir sofort. Und als wir dann den Erzählungen lauschten, wie die Familie zusammen mit den Pferden und den Hunden immer bis zum Sonnenuntergang spazieren ging, konnten wir es uns fast bildlich vorstellen. Wir freuen uns, dass "unserer" Paula in Zukunft auch solche wunderbar schönen Erlebnisse bevorstehen. 

 

21.04.2021

 Was die Vermittlungen anbelangt haben wir derzeit einen guten Lauf. Heute ist die schwarze Hündin Renee in ihr neues Zuhause umgezogen. Die Fahrt verlief ruhig, nur hatten wir einige Schwierigkeiten einen Parkplatz zu finden. Renee fand den kleinen Spaziergang aber gar nicht so übel, beschnuffelte jede Hecke, jeden Halm und löste sich noch einmal. Vorbeifahrende Auto, spielende Kinder und kläffende Hunde ließen die Hündin völlig kalt. Als wir dann an einer Bäckerei vorbei gingen, wollte Renee natürlich unbedingt hinein, so lecker hat es da geschnuppert. Aber wir mussten noch ein kleines Stück weiter. Rasch war der Eingang gefunden und die Treppen problemlos bezwungen. In der Wohnung war die Freude dann natürlich auf beiden Seiten rießig. Nach kurzer Zeit entschloss sich Renee erst einmal Siesta zu halten, doch bereits kurz danach schreckte sie hoch und lief ins Arbeitszimmer. Oh, was war dort los? Wir schlichen hinterher und sahen, dass Renee noch recht unbeholfen auf das Sofa stieg, um von dort aus dem Fenster zu sehen. Sie beobachtet die Passanten die dort ihre Wege erledigten. Dabei sah sie fast aus, wie so eine Omi die aus dem Fenster schaut. Wir konnten herzlich lachen. Renee schien sich jedenfalls sehr wohl zu fühlen und so verabschiedeten wir uns mit einem guten Gefühl.

 

20.04.2021

 Es brach ein spannender Tag für unsere Hündin Tiriona an. Nachdem das Ergebnis aus der Pathologie vorlag und der Tierarzt ihr bescheinigte, dass sie wieder ganz gesund wird, konnten wir einen Termin zur Vermittlung für die nette Hündin vereinbaren. In gewohnt fröhlicher Manier ließ sie sich das Geschirr anziehen, tapste zum Auto und stieg, mit etwas Unterstützung, ein. Nach kurzer Fahrt, mussten wir ein kleines Stück gehen, um das Häuschen zu erreichen, wo die liebe Hündin künftig leben darf. Nach der Schnupperrunde durch das Haus, ließ sie sich neben dem Sofa nieder und beobachtete uns. Als Frauchen nach getaner Homeofficearbeit zu uns stieß, freute sich Tiriona unglaublich und genoß die Streicheleinheiten, die ihr zuteil wurden. So bemerkte sie auch kaum, dass wir uns verabschiedeten. Wir hoffen, dass Tiriona diesmal ein Für-Immer-Zuhause gefunden hat und lange Zeit mit ihrer Familie glücklich werden kann.

 

19.04.2021

 Auf die Reise ging heute der hette Rüde Caspian. Dass er Autofahren nicht besonders mag, wussten wir ja schon. So waren wir nicht überrascht, dass er die 20minütige Fahrt mit "Singen" und Jammern untermalt hat. Angekommen in seiner neuen Heimat, wurden wir höflich um das Haus geleitet, wo der Terasseneingang ebenerdig war. Inbrünstig beschnüffelte Caspian nicht nur den Garten, sondern auch die Zimmer. Im Arbeitszimmer fand Caspian dann ein XXL Plüschbettchen vor. Doch der Rüde war gar nicht müde und erkundete weiter den Wohnbereich. Doch irgendwie zog es ihn immer wieder zur Terasse, wo er durch die bodentiefen Fenster ganz weltentrückt in den grünen Garten blicken konnte. Nachdem wir alle wichtigen Dokumente ausgefüllt und besprochen hatten, probierten wir noch sein neues Geschirr an, was wunderbar passte. Und da er einmal das Geschirr anhatte, wurde er angeleint und zum Erkunden des Gartens nach draußen geführt. Wir nutzten die Gunst der Stunde und verabschiedeten uns zur Vordertür hinaus, damit Caspian gar nicht auf den Gedanken kommt, uns zu vermissen. Pass auf dich auf, lieber Freund!

 

17./18.04.2021

 Den trockenen Samstag nutzten wir, um den Hühnerstall wieder zu kalken. Dies sollte mehrmals im Jahr geschehen, denn die desinfizierende Wirkung hilft, Milben fernzuhalten. Vorbeugen ist ja bekanntlich die beste Lösung. Die Hühner kennen das Prozedere schon und wurden wie immer mit etwas Futter abgelenkt. Heut durften sie sich grünen Salat und Gurkenscheibchen schmecken lassen.

Auch die Sitzecke bei unseren Hofhunden, dem ehemaligen uralten Zwinger, gestalteten wir endlich um. Seit 07.04. (siehe "was gestern geschah" an diesem Tag) warteten wir auf gutes Wetter dafür. Die schöne große Eckcouch fand nun ihren neuen Platz. Die Katzen bekamen Weidenkörbchen in ihr Häuschen. Alles war erst einmal neu und interessant und wurde von den Vierbeinern ausgiebig beschnuppert.

Sonntag war für Paula ein besonders toller Tag. Sie durfte ihren Halskragen ablegen. Nun ist ihre Vermittlung greifbar nah.

 

16.04.2021

Erneut rollte das Tierheimauto Richtung Tierarzt. Mit an Board waren die beiden Hündinen Lisa und Renee. Bei der aufgeweckten Renee wurde ein abgebrochener gammeliger Zahn gezogen und auch gleich Zahnstein entfernt. Danach wurde noch das Carpalgelenkt geröngt, da es verdickt war. Zu sehen war eine schlimme Arthrose im Gelenk, die vermutlich durch ein Trauma verursacht wurde. Da Renee jedoch lahmfrei geht und nur ab und zu das Beinchen entlastet, sehen wir keinen akuten Handlungsbedarf.

Hündin Lisa war aus einem anderen Grund mitgefahren. Wir hatten öfters im Schlafhaus der Hündin Blutstropfen gefunden, ohne eine Verletzung feststellen zu können. Bei genauerer Betrachtung stellten wir fest, dass Lisas Scheide geschwollen war. Die Tierärztin nahm einen Tupfer und untersuchte die Flüssigkeit, die sich tatsächlich als Läufigkeitsblutung herausstellte. Für Lisa bedeutete das Narkose und erneute Operation. Dabei wurde auch gleich die Gelegenheit genutzt und die Zähne auf Vordermann gebracht. Die arme Maus überstand den Eingriff gut, hatte jedoch ganz schön mit dem Halskragen zu kämpfen, den sie nun tragen muss.

 

15.04.2021

Statt sich wie gewohnt zur Mittagsruhe in sein Körbchen zu legen, hieß es für den jungen Rüden Lari, in unserem Auto Platz zu nehmen. Etwas aufgeregt und neugierig war er, der große Blonde, aber er hielt die Fahrt bis Pirna ohne weiteres durch. Nachdem uns sein neues Frauchen schon an der Haustür erwartete, war alles andere unwichtig. Er erkundete die Wohnung, Stück für Stück, schnupperte an den Pflanzen, am Sessel und an seinem neuen Körbchen. Dann holte er sich erst einmal ein paar Leckereien ab. Ein neues eigenes Halsband wurde angezogen, somit legte er bildlich seine Vergangenheit ab. Nach einer Weile und einigen Streicheleinheiten später, legte sich Lari neben Frauchen und neben seinem Körbchen auf den Teppich. Die Müdigkeit überkam ihn und er holte seinen Mittagsschlaf nach. Vielleicht träumte er schon von seiner Zukunft mit Spiel, Spaß, Agility und einem Sommergarten. Als die Menschen alles geregelt und geklärt hatten, hieß es für uns Abschied nehmen. Sogleich war auch der aufgeweckt Rüde wieder zur Stelle. Aber er musste sich noch ein Weilchen gedulden. Erst sollten wir fahren und damit sich Lari voll auf seine neue Familie und sein zukünftiges Revier konzentrieren kann. 

 

14.04.2021

Pünktlich auf die Minute stand am Nachmittag die Tierärztin zur Visite vor dem Tor. Diesmal sollten Pittiplatsch, Pumuckel, Gretel und Suse ihre zweite Impfung bekommen. Bei den Kater hat dies auch problemlos geklappt, doch bei den Miezen kamen wir ins stocken. Da Suse über Nacht Durchfall bekommen hat und sich erbrach, entschieden wir uns die Impfung zu verschieben. Sie soll sich erst einmal erholen. Gretel konnte geimpft werden, doch sie zeigte Zeichen einer Rolligkeit. Wir vereinbarten einen Termin wo Gretel kommende Woche in der Praxis vorgestellt wird, um festzustellen ob sie tatsächlich noch nicht kastriert ist. Auf die sonst so selbstbewusste Hündin Roxy war plötzlich ganz schüchtern als es um die Untersuchung und Jahresimpfung ging. Chappis eitrig entzündeter Hoden war wunderbar abgeheilt und auch Monas Augen und Ohren sehen wieder richtig schön aus. Außerdem wurde Paulas Operationsnaht noch einmal begutachtet und im Anschluss die Fäden gezogen. Die kommenden Tage soll sie sich noch einmal schonen, ehe sie vermittelt werden kann.

 

13.04.2021

Für Kater Theo hatte das Leben bisher nicht viel Gutes übrig. Bis zu seinem Glück eine tierliebe Mitarbeiterin einer Fabrik den Streuner entdeckte, versorgte und zu uns brachte. Uns bot sich das Bild eines kranken, leidenden und argwöhnisch gegenüber Menschen befindlichen Katers. Ein Auge musste leider entfernt werden, was er jedoch bestens überstand. Und damit besserte sich auch merklich sein Verhalten. Theo wurde mit der Zeit eine dankbare Fellnase und fing an mit Schmusen. Doch das Glück wollte ihn anscheindend herausfordern, denn es stellte sich heraus, dass Theo Leukose positiv ist. Wegen der Ansteckungsgefahr darf der Kater nicht zu anderen (gesunden) Katzen und darf nie mehr draußen umherschlendern. Ob wir ihn mit diesem schweren Gepäck überhaupt bald vermitteln können? Wir hatten unsere Zweifel und wurden eines besseren belehrt: Es freut uns ganz besonders, dass Kater Theo heute sein eigenes Zuhause beziehen durfte. Die Interessentin hatte unseren Notfall entdeckt und wandte sich an uns. Sie hat bereits genügend Erfahrungn mit Leukosekatzen gesammelt und weiß, worauf sie sich einlässt. Im Auto war Theo gestresst und hechelte, bloß gut, dass die Fahrt nur 20 Minuten dauerte. Angekommen, stiefelte der Kater von ganz alleine aus der Box heraus und erkundete unternehmungslustig die Wohnung. Wirklich jedes der Zimmer ist voll auf Katze eingestellt: hier und da Regale, Schlafplätze, Spielangeln, Kratzbretter, ein wahres Paradies. Als wir uns in die Stube begaben, um den vertraglichen Teil zu regeln, folgte Theo. Er verlangte Aufmerksamkeit, wollte gekrault und bekrabbelt werden. Es schien, als ob er nie woanders gewesen wäre. Das macht uns überglücklich. Tausend Dank, das Theo nun endlich ganz viel Liebe und Fürsorge als Teil einer Familie erfahren darf.

 

12.04.2021

Mit großen Augen schaute Kater Felix aus seiner Transportbox, wohin die Reise geht. Er war ganz aufgeregt, ebenso wie seine neue Familie. Der anfänglich schüchterne schwarze Kater wurde ganz sanft von Josi aus der Box gehoben, um seinem Glück nachzuhelfen. Mit Knuddeln wurde er überredet, war von den neuen Eindrücken dennoch verunsichert. Da half auch kein Huscheln. In der großen Wohnung entdeckte Felix die Bastelecke, in die er sich erst einmal zurück zog. Die Familie hatte Kartons aufgestellt und die bekannte Decke aus dem Tierheim sorgte ebenfalls dafür, dass das Katerchen genug sichere Versteckmöglichkeiten hat. Er darf sich nun in seinem Tempo eingewöhnen. Im Tierheim hatten die neuen Dosenöffner bereits erlebt, wie Felix sabbernd schnurren kann, wenn er Vertrauen gefasst hat. Sie waren dankbar für weitere Tipps und freuten sich, dass wir ihnen den tierischen Mitbewohner anvertrauten. Nun liegt es an Felix, wie schnell er versteht, dass er dort umsorgt und geliebt wird.

 

10./11.04.2021

Trotz der weiterhin angespannten Allgemeinsituation ist die Spendenbereitschaft für die Tiere erfreulich groß. Aus unseren Spendenboxen von Rewe und Edeka wurde uns jede Menge Futter für Hunde, Katzen, Vögel, aber auch diverses Spielzeug vorbeigebracht. Dies gibt uns Hoffnung und unseren Schützlingen ein volles Bäuchlein. Herzlichen Dank an alle.

 

09.04.2021

Heute hat die hübsche Buta ihre Köfferchen gepackt und sagte uns "Adieu". Nach kurzer Fahrt durfte Buta erst einmal den Garten erkunden. Als wir uns dann in die Wohnung begeben haben, setzte sie dort ihre Schnüffeltour fort. Nach einer Weile kam Buta dann zur Ruhe und bekam ihr wohlverdientes Abendbrot, welches sie dankbar verputzte. Das erste Zusammentreffen mit der Miez verlief positiv, Buta war neugierig und interessiert. Doch schon ein paar Stunden später war Buta der Meinung, dass "Papa" nur ihr gehört und Mieze Fee da stört. Nun heißt es Fronten klären und Buta ihren Platz in der Familie klar machen. Die nette Familie ist jedenfalls entschlossen, dass das klappen wird.

 

08.04.2021

Wieder trieb uns die Sorge um Tiriona aus dem Haus. Gemeinsam mit der Hündin fuhren wir in die Tierklinik. Sie schien einen Rückfall der Blasenentzündung zu haben, muss oft austreten und wirkte dadurch sehr unruhig, was wir von ihr so gar nicht kennen. In der Klinik war leider eine Menge los, sodass wir mit Tiriona im Wartezimmer Platz nehmen mussten. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sie sich zum Liebling aller anwesenden Zwei-und Vierbeiner. Mit ihrer charmanten Art entlockte sie einem ebenfalls wartenden Jack Russel Terrier eine neckische Spielaufforderung. So viel Spaß haben wohl nur wenige Hunde beim Tierarzt. Ja, selbst der Doktor hatte Freude an Tiriona bei der Untersuchung, weil sie so lieb und artig war. Es wurde eine Röntgenaufnahme, ein Ultraschall und dann eine Urinuntersuchung gemacht. Genaueres erfahren wir, wenn der Befund der Pathologie da ist. Mit Antibiotika und Schmerzmitteln im Gepäck verließ Tiriona nach zwei Stunden fröhlich die Klinik. Diese Lebensfreude ist einfach ansteckend!

 

07.04.2021

Unterstützer unseres Tierheims erfuhren aus ihrem Umkreis, dass einige Möbel einen neuen Besitzer suchen, da sie ansonsten auf dem Sperrmüll landen würden. Weil wir diese Wegwerfgesellschaft ebenso traurig und nicht unterstützenswert finden, sagten wir gerne zu, Sofas, Sessel und co für die Ausstattung unserer Tierunterkünfte zu übernehmen. Am Nachmittag kamen liebe Helfer mit Anhänger und brachten uns die guten Stücke. Die Sitzgelegenheiten sind wirklich alle noch sehr gut erhalten. Wir hatten Glück, beim Abladen kam gerade kein Tropfen vom Himmel. Wir werden nun warten, bis sich das typische Aprilwetter verabschiedet, um die Katzenhäuser und Hunde- Liegeplätze in aller Ruhe im Trockenen umzugestalten. 

 

06.04.2021

Heute rollte unser Tierheimauto erfreulicherweise wieder, um eines unserer Schützlinge in sein neues Zuhause zu bringen. Die Glückliche heute war die dreifarbige Katze Bibi. Sie erschien noch nicht einmal auf unserer Homepage, da hatte sie schon eine Familie um ihren Finger gewickelt. Deren ausgeglichene Art und die ruhige Ausstrahlung hatten es Bibi sichtlich angetan und sie fühlte sich gleich zu ihnen hingezogen. Was hundertprozentig auf Gegenseitigkeit beruhte. Nun durfte die Miez, die ursprünglich als wildgeborene Katze in einem Grundstück umherstreifte, endlich ein warmes Körbchen beziehen. Weder auf der Fahrt noch bei der Ankunft in Stolpen war von Bibi ein Laut zu vernehmen. Einzig ihre großen Augen zeugten von ihrer Verunsicherung. Als sie die bekannte, und offensichtlich wohltuende Stimme vom neuen Frauchen hörte und gestreichelt wurde, fing Bibi, noch im Unterteil der Transportbox kauernd, an mit Schnurren. Schließlich kam sie heraus, suchte allerdings, wie vermutet, Zuflucht in der Katzentoilette. Die Familie gewährte Bibi den Freiraum zur Selbstentscheidung. Nachdem wir alles Vertragliche geregelt hatten und wieder im Tierheim angekommen waren, wurde uns berichtet, dass Bibi aus der Toilette heraus kam, sich anfangs unter der Kommode versteckte und schließlich im Wohnzimmer ihr Katzentipi entdeckte. Sie nahm ihre neuen Behausung bestens an. Schmusen genießt Bibi, sie hält sich allerdings immer noch etwas zurück. Gut Ding will bekanntlich Weile haben. Die Familie ist jedenfalls glücklich und Bibi scheint es auch.

 

05.04.2021

Wir starteten heute beizeiten mit dem Einräumen unseres kleinen Katzenhauses. Als dieses wieder für Samtpfötchen kuschelig bewohnbar hergerichtet wurde, durfte am Mittag der schwarze Kater Felix dort einziehen. Er ist der erste der fünf Abgabekatzen vom 11.03., der nun die Quarantänezeit hinter sich lassen konnte und im Katzenhaus auf seine Vermittlung wartet.  

Passend zum plötzlichen Wintereinbruch gab die Rotlichtlampe bei den Hühnern ihren Geist auf. Aber, wie es so schön heisst, in einem geordneten Haushalt findet sich alles. Mit einer passenden Ersatzbirne konnten wir schnell Abhilfe schaffen. Für das tierische Wohl ist also weiterhin bestens gesorgt.

 

03./04.04.2021

Das Osterwochenende nutzten viele Herrchen und Frauchen ehemaliger Schützlinge, uns einen kleinen Gruß in Wort und Bild zu übermitteln. Wir sind entzückt, wie sich die kleinen und großen Fellnasen entwickelt haben, wie sie die Zuneigung und Fürsorge genießen, die neuen Herausforderungen meistern und sich gegenseitig Glück und Freude schenken. Wir nehmen gern an den Abenteuern aber auch den Schwierigkeiten teil, geben Ratschläge und spenden da, wo es gebraucht wird, Hoffnung.

Um Chappi auch ein wenig Hoffnung in seiner Heilungsphase zu spenden, durfte er einen längeren Spaziergang unternehmen. Unter unserer Aufsicht konnte er endlich wieder seinen Halskragen ausziehen, was er sichtlich genoss. Chappi läuft übrigens gut an der Leine. Er benimmt sich und lässt sich nicht von fremden Menschen in der Ferne stören.

 

02.04.2021

Zum Feiertag ging es ruhig zu im Tierheim. Nicht nur, weil nicht viel aufregendes passiert ist, sondern auch, weil wir am stillen Feiertag keine lauten Tätigkeiten verrichten durften. Am Vormittag bellte Roxy ganz aufgeregt, während Omega wie wild an einem Erdloch kratzte. Bei genauerer Betrachtung stellten wir fest, dass sich dort ein dicker Igel verschanzt hatte. Dieser wurde natürlich sofort evakuiert und in die Freiheit entlassen. Unser Schweinemännlein Marius bekam eine große Feiertags-Extra-Portion Futter. Einen Mix aus eingeweichtem Brot, Äpfel, Birnen, Mais-Schrot und anderen Kleinigkeiten. Und auch unsere Hunde bekamen alle ein feines Leckerli als Ostermenü serviert. Selbst Bob, der eigentlich abnehmen muss, hat sich einen Keks verdient, weil er heute ganz tapfer 1,5 Stunden spazieren war, um Muskeln und Kondition aufzubauen.

Kater Frosti hat seine Grundimmunisierung erfolgreich hinter sich gebracht und konnte in unser großes Katzenhaus umziehen.

 

01.04.2021

Nachdem unsere Schäfchen von ihrer Wolle befreit wurden, war es an der Zeit, sie mit den beiden "neuen" Schafen Paula und Wilma zu vergesellschaften. Ein spannendes Unterfangen, da die beiden Schafdamen ihre enorme Sprungkraft schon mehrfach unter Beweis gestellt haben und wir nicht wussten, wie sie reagieren werden. Glücklicherweise lief aber alles sehr friedlich ab. Irritiert von unserer Nähe wurde wir mehr beäugt als ihre Artgenossen, die sie nun lang genug durch den Zaun beschnuppern durften. Richtig aufregend wird es dann erst wieder, wenn es auf die Weide geht. Hoffentlich probieren die sprungkräftigen Kamerunschafe nicht einen neuen Weg beim Umtrieb aus.

Übrigens beträgt die Bilanz am Krötenzaun 47 Amphibien in 6 Tagen. Vorher war es den Tierchen einfach zu kalt.

 

31.03.2021

Und nur einen Tag nachdem wir in der Praxis waren, war die Tierärztin dann bei uns auf Visite. Die frisch operierte Paula bekam den Verband entfernt, muss aber weiterhin den Strumpf, zum Schutz der Wunde vor Dreck, tragen. Die beiden prächtigen Fundkater Frosti und Zauser konnten erfolgreich geimpft werden. Im Anschluss hieß es Eingangsuntersuchung für unsere neu angekommenen Hunde. Wir begannen mit Buta, die sich vollkommen tiefenentspannt untersuchen ließ. Bis auf einige Narben konnten wir nichts medizinisch relevantes feststellen. Ebenso war es bei Tigra, die trotz der Vorgeschichte mit Atembeschwerden in der Ruhe keinerlei Symptome zeigt. Lunge ect ist alles frei. Wir beobachten weiter. Bei Renee wurden wir fündig. Ihr Mundgeruch hat bereits den Übeltäter angekündigt: ein Zahn war abgebrochen und massiv vereitert. Da sie zudem auch noch geschwollene Lymphknoten hat, haben wir uns darauf verständigt sicherheitshalber ein Blutbild anfertigen zu lassen. Bei der Gelegenheit wird auch ein Röntgenbild von ihrem linken Vorderbein angefertigt. Das Gelenkt ist dick und bewegungseingeschränkt, jedoch zeigt Renee keine Lahmheit. Den größten "Zonk" hat jedoch Chappi gezogen. Der Rüde wurde mit einer Technik kastriert, die schon seit Jahren in Deutschland nicht mehr dem medizinischen Standard entspricht. Dadurch hat sich sein Hoden eitrig entzündet. Chappi bekommt nun Antibiose und muss mit einem großen Trichter das Krankenbett hüten. Von diesen Maßnahmen ist er leider gar nicht begeistert. Die zauberhafte Mona hat eine leichte Ohren- und Augenentzündung, die wir sofort behandelt haben. Lisa hat eine kleine Umfangsvermehrung an der Backe, die wir vorerst beobachten und eventuell punktieren lassen. Bei den Angsthäschen Zoe und Zera gab es keine nenneswerten Erkenntnisse.

 

30.03.2021

Nachdem Hündin Paula ihre Milchleisten- OP wunderbar verkraftet hat, konnte die nächste "Baustelle" in Angriff genommen werden. Die ominöse Umfangsvermehrung an ihrem Vorderbein wurde großzügig entfernt. Das Gewebe schickte die Tierärztin zur Kontrolle ans Labor. Schließlich wollen wir ja sicher gehen, dass alles, was dort nicht hingehört, auch komplett herausgeschnitten wurde. Paula hat wie gewohnt im Auto keinen Mucks von sich gegeben. Genau wie bei der ersten OP verhielt sich die Große störrisch, als es in die Praxis hineinging und wollte, noch ein wenig im Zauberland, partout nicht laufen, als es wieder zurück ins Auto ging. Im Tierheim konnte sie sich dann von dem Eingriff und der Narkosenachwirkung weiter erholen. Mit Beinkleid und Trichter wird die brave Hündin nun einige Zeit auskommen müssen. Die Wunde heilt schließlich nicht über Nacht. Aber Paula hat ja schon bewiesen, dass sie gut zurecht kommt und ihre Selbstheilungskräfte prima mitarbeiten.

 

29.03.2021

Aufgrund unserer Meldung beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr über die Schäden am Krötenzaun erhielten wir heute einen Anruf von der verursachenden Straßenmeisterei. Der Herr entschuldigte sich in aller Form und sicherte Schadenersatz zu. Die Äste seien inzwischen rückstandslos beräumt, der Zaun somit wieder auf der ganzen Länge nutzbar (entspricht der Tatsache). Mit dieser Vorgehensweise konnten wir uns einverstanden erklären und nahmen die Entschuldigung an.

Der Frühling sorgt bei unseren Vierbeinern für kräftigen Fellwechsel, so dass wir uns besonders um Bob, Renee,Tomis und Tiriona kümmerten. Bei diesen vier Pelznasen war es am offensichtlichsten. Die Hunde genossen es teils ausgiebig, teils nur eine kleine Weile, aber alle dürften sich nun um einiges leichter fühlen.

 

27./28.03.2021

Das Wochenende nutzten wir zum Frühjahrsputz. Angefangen vom Quarantänegehege, über die Fußwege bis hin zu den Hauswänden, der Kärcher hatte sich ganz schön beweisen müssen. Die empfindlicheren Oberflächen haben wir tatkräftig geschrubbt, damit sich die Frühlingssonne, wenn sie sich zeigen möchte, darin spiegeln kann. Wir werden in den nächsten Tagen unser Werk natürlich fortsetzen, es gibt noch genug zu tun. 

 

26.03.2021

Die Krötenwanderung hat begonnen. Am Morgen saßen die ersten sieben Amphibien in den Eimern und warteten auf ihren Transport. Nun hoffen wir, dass die warme Witterung zahlreiche Kröten und Frösche zum Hofeteich wandern lässt und wir eine Erholung des Bestandes wahrnehmen können.

Außerdem hatten unsere Schäfchen Besuch vom Schafscherer. Eines nach dem anderen wurde mit geschickten Handgriffen von der Wolle befreit. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Nun dauert es nicht mehr lange, ehe unsere Wolltiere auf die Sommerweide umziehen dürfen.

 

25.03.2021

Neben all den "großen Dingen" die so täglich im Tierheim ablaufen stecken wir zwischendurch immer wieder Zeit in kleinere Projekte. Zum Beispiel haben wir eine unserer Sitzbänke abgeschliffen, neulackiert und mit neuen Schrauben versehen wieder aufgebaut. Das grasgrüne Model sieht jetzt richtig Chic auf unserem Hof aus. Unser lieber Yusti wartet schon so lange unbeachtet in unserem Tierheim, dass wir ihn heute im Besucherrudel integriert haben. Nach Ophelias unerwartetem Ableben zog er sich immer mehr zurück und wir mussten ihn motivieren, mehr am Alltag teilzunehmen. Auf unserem Hof ist ja immer etwas los und so bekommt Yusti mehr Abwechslung und Aufmerksamkeit. Das auf dem Hof immer etwas los ist stellten wir auch fest, als wir ein rießen Loch entdeckten, welches schon beinahe unter dem Zaun zum großen Katzenhaus durch ging. Das unsere Hunde an dieser Stelle immer eine Liegemulde buddeln war uns klar, aber solche Ausmaße hatte das Loch noch nie. Also fluchs Schaufel und Schubkarre herbei geholt und diesen auffälligen "Fluchtversuch" vereitelt. Außerdem gab es heute für die Spatzekolonie und unsere Hühner eine besondere Leckerei in Form von Kolbenhirse, die wir dekorativ im Geäst aufgehangen haben. Es sind nicht immer die großen Dinge, sondern auch die vielen kleinen Dinge die einen vorwärts bringen.

 

24.03.2021

Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg in die Tierarztpraxis. Mit dabei waren die Katzen Suse und Pittiplatsch, die kastrierten werden sollen, und Hündin Tiriona. Bei ihr stand die Kontrolle der leichten Ohrenentzündung, eine Prüfung der Urinwerte und das Röntgen der Verdickung an der Wirbelsäule an. Als erstes wurde Suse untersucht. Glücklicherweise fand sich bei ihr, nach dem rasieren des Bäuchleins, eine kleine Narbe, die sehr auf eine bereits erfolgte Kastration hindeutet. Prima, die Mieze musste also nicht "unters Messer". Tiriona folgte bei der Untersuchung. Das Öhrchen sieht schon viel besser aus, der Urinstatus hat sich nahezu normalisiert. Stand nur noch die Umfangsvermehrung am Rücken aus. Die Tierärztin zeigte uns auf dem Röntgenbild, dass es sich dabei um eine Versteifung der Wirbelsäule in folge von Spondylosen handelt. Auch der Rest der Wirbelsäule war ähnlich verknöchert. Das ist zwar keine schöne Nachricht aber in Anbetracht dessen, was die Verdickung hätte noch sein können, das beste Ergebnis. Die Tierärztin versicherte uns, dass Tiriona keine Schmerzen hat, sondern einfach nur einen steifen Rücken hat und nicht springen sollte. Und so packten wir Tiriona und Suse wieder ein. Kater Pittiplatsch konnte in einer kurzen OP erfolgreich und komplikationslos kastriert werden und durfte kurz darauf wieder sein Bettchen im Tierheim beziehen.

 

23.03.2021

Notfall am Krötenzaun! Sehr zu unserer Verärgerung mussten wir feststellen, dass ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt Baumfällarbeiten am Hofeteich stattgefunden haben und dabei unser Krötenzaun arg beschädigt wurde. Teils armdicke Äste wurden offenbar achtlos auf den Zaun fallen gelassen. Dadurch riss dieser über mehrere Meter aus der oberen Verankerung. Etliche Eimer sind von einem großen Berg Ästen und Zweigen zugedeckt, für Kröten nicht erreichbar. Außerdem wurde der Stützfuß des LKW durch das Geflecht des Zaunes in die Erde gerammt und hinterließ ein großes Loch sowie mehrere verbogene Befestigungen. Wir sind erschüttert. Wie kann man so mutwillig Zerstörung anrichten? Vor allem, wer muss darunter leiden? Die Amphibien, deren Stückzahlen sowieso schon rückläufig sind. Wir haben den Vorfall bereits dem zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr gemeldet.

 

22.03.2021

Der frohgelaunte Rüde Woolfy durfte heute endlich seinen Trichter los werden. Vorher ließ sich der kleine tapfere Kerl problemlos die Fäden ziehen. Die Wundheilung verläuft ohne Komplikationen. Eine kleine Schwellung, die zwischenzeitlich entstanden ist, ist zum Glück wieder zurückgegangen. Also durfte Woolfy wieder in eines der Hunderudel integriert werden. Sein "alter Bekannter" Omega, der mit ihm aus der Smeura kam, freute sich, ihn wieder zu sehen. 

 

20./21.03.2021

Samstag Nachmittag, pünktlich zum angegebenen Zeitpunkt, fuhr der Transporter mit den Hunden der rumänischen Tierschützerin Georgiana auf unseren Hof. Einer nach dem anderen bekam ein Halsband von uns übergestreift und wurde ins neue Gehege getragen. Alles verlief ohne Probleme. Die ersten fünf Minuten waren die Acht noch recht distanziert, aber spätestens nach der Fütterung siegte die Neugier. Einzig Zera und Tigra konnten dem Frieden noch nicht ganz trauen. Alle anderen schnupperten mal hier, mal dort und begutachteten ihre neuen Schlafkörbchen. Die sieben Hündinnen und Rüde Chappi sind allesamt lieb, verträglich und hatten großen Appetit mitgebracht. Das anschließende Chipauslesen und Wiegen verlief einwandfrei. 

Der Transport war wieder bestens organisiert. Es waren Fahrer und Beifahrer sowie eine Mitfahrerin hinten bei den Hunden an Bord. Alles war hygienisch, sogar klimatisiert. Wir übergaben als kleines Entgegenkommen ein paar Futterspenden sowie Hundemäntel für kleinere Vierbeiner. Georgiana kann diese besser und dringender gebrauchen für all ihre kleinen Notfellchen. Dankbar und noch im Hellen fuhr das große Auto wieder vom Hof. Die acht Hunde vertraten sich bis zur Dunkelheit die Beinchen oder ruhten sich aus. Fast alle sind sogar abends brav in ihre neuen Häuser zur Nachtruhe mitgelaufen.

 

19.03.2021

Nach der erfolgreichen zweiten Impfung durften heute die zauberhafte Glückskatze Bibi und der Seniorenkater Josef von unserer Quarantänestation in unser großes Katzenhaus umziehen. Dort haben sie künftig mehr Platz um sich die Beine zu vertreten, sich auf dem Sofa einzurollen, frische Luft zu schnuppern oder sich die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen. Gerade Josef hat sich sehr unzufrieden mit seinem Schicksal gezeigt und wir hoffen innig, dass er sich in unserem großen Katzenhaus etwas mehr entspannen, und menschliche Nähe zulassen, kann.

 

18.03.2021

Obwohl noch gar nicht April ist, macht das Wetter trotzdem was es will. Teilweise 5 cm Neuschnee fallen in einer Stunde nur um noch am selben Tag wieder abzutauen. Auch Nachts sinken die Temperaturen wieder empfindlich. Das ganze hin und her hat unsere Heizölvoräte rapide schwinden lassen und wir orderten eine Lieferung. Diese kam gegen Mittag bei uns an, natürlich im schönsten Sonnenschein. Als unsere Tanks nach einer halben Stunde gut gefüllt waren, hingen über dem Tierheim und unseren Köpfen wieder graue Wolken. Über 1100€ standen auf der Rechnung. Das ist der Preis dafür das unsere Schützlinge auch die nächsten Monate nicht frieren müssen. Dennoch sehnen sich alle den Frühling rasch herbei.

 

17.03.2021

Zur heutigen Tierarztvisite standen jede Menge Untersuchungen an. Die fünf Abgabekatzen vom 11.03.2021 wurden eine nach der anderen in Augenschein genommen und bekamen ihre erste Grundimmunisierung. Bei einem der Kater fiel ein eitriges Auge auf, das nun mit Augentropfen behandelt wird. Die Katzen Bibi und Josef erhielten heute bereits ihre Zweitimpfung. Die Tierärztin schaute sich außerdem Woolfys OP- Naht an, die jedoch den Umständen entsprechend gut abheilt. Der kleine Fundhund bekam ebenfalls seinen ersten Pieks und auch er hat leichte Augenprobleme und bekommt Augentropfen. Tiriona machte uns ein wenig Sorgen. Erstens war ihr Urinverhalten ungewöhnlich, dann kratzte sie sich ständig an den Ohren und als wäre das noch nicht genug, entdeckten wir auf der Wirbelsäule noch eine große Beule. Der Hündin wurde Blut entnommen und der Urin untersucht. Wie wir erfuhren, plagt Tiriona wohl eine Blasenentzündung. Ihre Blutwerte sind aber alle in Ordnung. Nun bekommt Tiriona unter ihr Bäuchlein eine Heizmatte, die sie dankend annimmt, und Antibiotika. Außerdem erhält sie 1 Woche lang Ohrentropfen gegen den Juckreiz. Was die Umfangsvermehrung angeht, wissen wir nach dem Röntgentermin nächste Woche mehr. Wir hoffen so sehr auf eine gute Prognose!

 

16.03.2021

Ruhig und gemütlich im Grünen hat nun Hündin Juss ihr neues Territorium. Nur ein kleiner Feldweg führt außerhalb von Kamenz, ganz versteckt, zum Gartengrundstück. Dieses befindet sich etwa 20 Minuten von der Wohnung entfernt und dient in der Eingewöhnungsphase (sowie dann generell im Sommer) als Hauptwohnort. Juss war verständlicherweise etwas aufgeregt, aber gab keinen Ton von sich. Bis sie ihr Spiegelbild sah. "Was, ein fremder Hund? Das kann nicht sein! Das möchte ich hier nicht." Also bellte sie ihr Gegenüber erst einmal an, um die Fronten zu klären. Danach durfte die Begehung des Grundstücks fortgesetzt werden. Ihr Revier wird Juss zukünftig mit 2 Katzen teilen. Diese wiederum verharrten zunächst in Schockstarre, als sie sahen, wen Frauchen mitgebracht hat. Und schwupps, rannten sie ins Obergeschoss. Mit Leckerchen ließen sie sich schließlich herunter locken. Sie betrachteten den großen Eindringling noch skeptisch, aber Juss ignorierte es gekonnt. Schmusen war wichtiger. So ging Juss abwechselnd zu Mario und dann zu Frauchen, um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen. Wenn es nach der Hundedame gegangen wäre, hätte sie das ewig so fortsetzen können. Als alle aufbrachen und dann in verschiedene Richtungen liefen, schaute Juss nur einen kurzen Moment zu Mario, dann folgte sie brav und wie selbstverständlich ihrem Frauchen.

 

15.03.2021

Nachdem niemand den kleinen schwarzen Bolonka- Mischlingsrüden, welcher in Pulsnitz herrenlos aufgefunden wurde, zu vermissen schien und keiner demzufolge für die Kosten der zwischenzeitlichen Unterbringung in einer Pension aufkam, bat uns das Ordnungsamt um Aufnahme des kleinen aufgeschlossenen Kerlchens. Er ist aufgeweckt und interessiert, wir sind uns sicher, dass er definitiv einmal ein Zuhause gehabt haben muss. Ein Foto von ihm haben wir unter "Tier vermisst/ Tier gefunden" veröffentlicht. Vielleicht findet sich ja nun doch noch der oder die Besitzer?

 

13./14.03.2021

Mit 15 Helfern nahm Frau Falkenberg-Dziumla am Samstag Vormittag den Aufbau des Krötenzaunes in Angriff. Der stürmische Wind machte es allen ziemlich schwer, zerrte er doch kräftig an dem Geflecht und versuchte augenscheinlich, es den Menschen aus den Händen zu reißen. Zum Glück blieb wenigstens der angekündigte Regen weitestgehend aus. Nach drei Stunden waren beide Straßenseiten mit Schutzzaun und Eimern bestückt. Die erste Nacht war schon eine echte Bewährungsprobe, aber der Zaun hielt dem Sturm stand. Nun hoffen wir auf eine erfreuliche Bilanz in diesem Jahr. Der Teich war 2020 nicht ausgetrocknet. Vielleicht sorgt dieser Fakt für einen Aufwärtstrend bei der Anzahl der Amphibien am Hofeteich in Großnaundorf. Wir bedanken uns an dieser Stelle auf das Herzlichste bei all jenen, die so wunderbar beim Aufbau geholfen haben.

 

12.03.2021

Endlich war Figaros großer Tag gekommen. Statt vor Freude Arien zu singen, schaute uns der Rüde ungläubig und ohne einen Ton von sich zu geben, aus seinem großen Kulleraugen an. Selbst ins Auto musste er gehoben werden. Figaro konnte wirklich nichts von seinem Glück erahnen. Dabei hat sein neues Frauchen alle Hebel in Bewegung gesetzt, weder Kosten noch Mühen gescheut, um den großen Zottelbären bei sich aufnehmen zu können. Sie ist sogar extra innerhalb Dresdens sofort in eine Wohnung umgezogen, wo die Hundehaltung genehmigt wurde. Davor ziehen wir den Hut. Die paar Meter bis zum Haus lief Figaro brav nebenher, er wollte einfach alles richtig machen. Der Hausflur hatte ihn dann doch etwas geängstigt. Eine kurze Überredung später sah er sich auch schon im Fahrstuhl wieder. Das nahm er überraschenderweise sehr geduldsam an. In der Wohnung war Figaro dann ein wandelndes Nervenbündel. Er schaute sich etwas um, legte sich kurz ab, schaute wieder, guckte mal aus dem einen, dann aus dem anderen Fenster heraus. Wir ließen ihn erst einmal machen, ohne ihn direkt zu beobachten. Das war genau das, was Figaro brauchte. Alles andere hätte ihn noch nervöser gemacht. Da er im Tierheim auch gern in einer der Hütten lag oder sich im Körbchen an die Wand legte, baute Frauchen eine kleine Rückzugshöhle für ihn. Aber Figaro wollte lieber unbedingt mit aufs Sofa. Wir erfuhren, dass es genau auch jene Gedanken waren, die der Frau in den Sinn kamen, als es vom neuen Vermieter hieß, Hunde sind erlaubt, nur keine Kampfhunde. "der einzige Kampf, den wir haben werden, ist der Kampf, wer aufs Sofa darf". Tja, nun war Figaro also da und wollte gern mit oben sein. Also holte Frauchen eine weiche Decke und Figaro sprang aufs Sofa. Nun war er zufrieden. Sein Hecheln verstummte und ihm fielen sogar kurz die Äuglein zu. Wir sind uns bewusst, dass der große Wuschel sich erst langsam an alles gewöhnen muss, zu lange lebte er in Rumänien ohne solchen Komfort, anspruchslos, als einer von vielen. Nun darf er endlich Einzelprinz sein und sich verwöhnen lassen.

 

11.03.2021

Heute hatten wir es mit einem eigenartigen Sachverhalt zu tun. Eine Frau rief uns an und bat um Hilfe für ihre fünf Katzen. Im laufe des Gesprächs hatten wir den Eindruck das die Frau völlig verwirrt ist, aber wir versuchten uns zu arrangieren, um den Miezen zu helfen. Am Tag danach rief die selbe Dame wieder an, diesmal mit Unterstützung des Pflegedienst der Mutter. Dieser konnte etwas Klarheit in die Angelegenheit bringen. Die Anruferin ist Dement und nicht im Stande sich adäquat um die Tiere zu kümmern; ihr Mann ist vor ein paar Tagen ins Krankenhaus gekommen und liegt im Koma. Mit der Hilfe des freundlichen Nachbarn konnten alle fünf Katzen ins Tierheim verbracht werden. Leider wissen wir nichts über die Tiere. Einzig ein Impfpass wurde uns übergeben, doch die darin aufgeführte Chipnummer konnte keiner der fünf Katzen zugeordnet werden. Die fünf Samtpfötchen fanden den Umzug nicht schön. Alle verkriechen sich, haben Angst und zittern.

 

10.03.2021

Da sich Woolfy in gutem Allgemeinzustand befand, durfte er wieder ins Tierheim geholt werden. Die tierärztliche vorsorgliche Kontrolle seiner Nierenwerte ergab ebenfalls, dass alles in bester Ordnung ist. Unser Woolfy war vom Benehmen her immer noch "ganz der Alte". Er freute sich die ganze Zeit über, ihm war von der umfangreichen OP nichts anzumerken. Während der Autofahrt verhielt er sich unauffällig und bezog nun seinen Schonplatz zum Auskurieren. Ganz so, als wäre das kleine Hindernis gar nicht da, trägt Woolfy übrigens seinen verordneten Halskragen.

Seine Quarantäne- Nachbarin, Hündin Paula, hat die Milchleisten-OP inzwischen soweit auskuriert, dass sie heute Body und Trichter ausziehen durfte. Mit musikalischer Untermalung, weil Paula währenddessen leise sang, zogen wir ihr behutsam die Fäden. Alles ist prima verheilt, die Naht sieht gut aus. Nun warten wir ab, wann die tapfere geduldige Hündin bereit ist für die nächste OP. Denn wie die Tierärztin am 01.03. feststellte, plagt die Hündin eine weitere Umfangsvermehrung, die nichts Gutes verheißt. Demnächst soll die Wucherung an ihrem Ellbogen großflächig entfernt werden.

 

09.03.2021

Gleich in der Früh nach dem Aufstehen befand sich Woolfy auf dem Weg zu unserer Tierarztpraxis. Das kleine gutgelaunte Dickerchen hatte einen Termin zur Operation seiner perinealen Hernie und zeitgleicher Zahnsanierung. Das änderte jedoch nichts an seiner Fröhlichkeit. Woolfy muss allerdings nach seinem gut überstandenem Eingriff noch eine Nacht zur Beobachtung in der Tierklinik bleiben.

Am Mittag brachte uns ein Herr zwei weibliche Kamerunschafe. Vor Jahren hatte er sie und ein weiteres Schaf vor dem Schlachter gerettet. Eins der Schafe verstarb und der Besitzer wollte die Schafshaltung nun aufgeben. Die zwei Schafe bezogen in unserer Scheune ein separates Abteil, wo sie von unseren anderen Schafen zunächst einmal mit Zaun abgetrennt sind. Wilma und Paula, wie die beiden heißen, waren erst einmal perplex. Unsere Scheunenkatzen hatten derweil großes Interesse an dem mitgebrachten Heu. Der fremde Geruch lud zum intensiven Schnuppern ein.

 

08.03.2021

Es sollte 1,5 Jahre dauern bis unsere hübsche Rosina vom Tierheim in ihr eigenes Zuhause umziehen durfte. Nun war es soweit. Voller Vorfreude und ganz ungeduldig wartete die Familie schon auf Rosinas Ankunft. Ihre Zurückhaltung beim Besuch in unserem Heim schreckte die netten Leute nicht ab. Nach der kurzen Fahrt verharrte Rosina noch in der sicheren Transportbox, obwohl das Türchen geöffnet war. Wir ließen sie gewähren und widmeten uns dem "Papierkram". Doch noch während wir am Ausfüllen waren, huschte ein schwarzer Blitz aus der Box unter den Badezimmerschrank. Von dort aus horchte Rosina erst einmal und entdeckte auch den Vogel der Familie. Es ist immer wieder toll, dass es Menschen gibt, die auch scheuen Katzen eine Chance auf ein Leben außerhalb des Tierheims geben, ohne zuviel von ihnen zu erwarten. Wir sind guter Hoffnung, dass Rosina sich dort gut einleben wird und dann ihr Prinzessinnendasein in vollen Zügen genießen kann.

 

06./07.03.2021

Im letzten Haus des Ortes Höckendorf, genau am Waldrand, darf der uns im November 2020 gebrachte Fundkater Günter nun seinen neuen Lebensabschnitt beginnen. Einst abgemagert und krank, päppelten wir den Kater auf, damit er in Kürze ein schönes Zuhause finden kann. Und er fand es auch wirklich schnell. Trotz seiner Nierendiät und der dazu notwendigen Verabreichung von Medikamenten nahm ihn die Familie gern bei sich auf. Dafür möchten wir von Herzen Danke sagen.

In der Wohnung rannte Günter erst einmal die Treppe hoch. Von oben hat man schließlich den besten Überblick. Nur als die Tochter heim kam, war Günter bei der Stelle, um sie zu begrüßen und sich streicheln zu lassen. Er demonstrierte auch gleich, wie zuverlässig er die Katzentoilette nutzen kann. Er schaute sich noch ein wenig um.

Günter war die ganze Zeit wunderbar ruhig, ob beim Autofahren, bei der Ankunft oder beim Erkunden seines neuen Reiches. So ein Verhalten ist wirklich ungewohnt, aber es zeichnet eben Günters Entspanntheit und Dankbarkeit aus.

 

05.03.2021

Nachdem Rüdi 9 Jahre in einer Familie lebte, wurde er bei uns abgegeben mit der Begründung, der Vermieter habe nun die Tierhaltungsvereinbarung widerrufen. Bereits knapp drei Monate später fand sich eine junge Familie, welche Rüdi eine zweite Chance gab. Obwohl die Tochter vor Hunden eigentlich Angst hat, fand sie in Rüdi einen charmanten Gegenbeweis. Keine Spur von Unsicherheit oder Berührungsängsten. Rüdi wirkt also als eine Art „Therapiehund“. Die ganze Fahrt über nach Dresden war Rüdi still. Erst als er aussteigen durfte und seine Familie wiedersah, war die Aufregung riesig. Deshalb beschlossen wir, dem Rüden zunächst das Grundstück zu zeigen. Sogleich markierte er sein neues Revier als Zeichen, dass er nun dort hin gehört. Langsam legte sich seine Unruhe und wir betraten die Wohnung. Der Rüde erkundete jeden Winkel, immer in Begleitung der Tochter, welche ihm alles zeigte. Es war niedlich, wie er mehrmals sein Spiegelbild betrachtete. Aber es schnupperte nach nichts, somit verflog sein Interesse schnell. Zwischenzeitlich legte sich Rüdi sogar neben uns auf einen Teppich. Er schien zufrieden mit seinem neuen Zuhause. Nach Abschluss aller Formalitäten verließen wir gemeinsam die Wohnung, damit Rüdi nicht wieder aufgeregt wird, wenn seine bekannte Tierpflegerin plötzlich geht. Aber alle Bedenken waren umsonst, Rüdi würdigte sowohl Tierheimauto als auch unserer Mitarbeiterin keines Blickes, sondern lief begeistert mit seinen Menschen in neue Abenteuer. Schnell war klar, da gehört er hin, da fühlt er sich wohl und wird geliebt.

Am späten Nachmittag brachte ein Bürger der Gemeinde einen Hund zu uns, den er herrenlos aufgegriffen hatte. Die nette Hündin sah gepflegt aus, war sogar gechippt aber leider nicht registriert. Wir besannen uns, dass vor geraumer Zeit jemand einen Hund vermisst meldete, der so ähnlich aussah und so versuchten wir unser Glück und riefen an: Volltreffer! Hündin Lotti war am Nachmittag ausgebüxt. Schon eine halbe Stunde nach dem Anruf durfte Lotti mit ihrem glücklichen Frauchen wieder nach Hause fahren.

 

04.03.2021

Nachdem erst vor kurzem unser Gisbert über die Regenbogenbrücke ging, komplettiert seit heute "Otto" unsere Hühnerscharr. Der Mix aus deutschem Langschan und Vorwerkhuhn sieht sehr prachtvoll aus. Er stammt von einem Hof wo er leider nicht bleiben durfte, da er sich mit dem anderen Hahn nicht vertragen hat. Noch ist Otto sehr aufgeregt, findet uns, das Gehege und seine neuen Hennen sehr gruselig. Doch er soll die Zeit bekommen die er braucht, um sich einzuleben. Gekräht hat er zumindest schon einmal.

Am heutigen Nachmittag gab es noch ein erfreuliches Erlebnis. Der Verein Ausblicke e.V. führte zwischen November und Weihnachten eine Spendenaktion durch, wo unter anderem unser kleines Tierheim begünstigt wurde. Die symbolische Scheckübergabe fand heute Nachmittag vor dem Tierheim unter den wachsamen Auge von Tiriona statt. 

 

03.03.2021

Es war mal wieder Zeit für die Tierarztvisite im Tierheim. Bei Hündin Paula wurde der Heilungsprozess der kürzlich operierten Milchleiste beguachtet - mit sehr zufriedenstellendem Ergebnis. Die Veterinärin warf einen Blick in Figaros Ohren. Er hatte zuletzt immer mal Dreckablagerung, doch aktuell waren die Ohren wunderbar sauber und rosa. Also auch hier alles in bester Ordnung. Kater Günter, der seit er bei uns ist Probleme mit der Blase hat, musste ein wenig Urin abgeben. Der Teststreifen zeigte kein Blut im Urin: super! Auch Caspian war noch einmal im Gespräch. Leider bessert sich sein Husten kaum und er zeigt Schmerzen, wenn er aus seinem Körbchen aufsteht. Er bekommt weiterhin seinen Hustensaft und auch die Antibiotika, doch wenn es nicht besser wird, müssen wir uns überlegen, ob er zur weiteren Diagostik ins CT sollte.

Kater Theo, dem augrund einer Verletzung ein Auge entfernt werden musste, entwickelt sich ganz erfreulich. Er kommt zur Fütterungszeit maunzend zu uns und lässt sich ab und zu sogar richtig kraulen. Leider zeigt er beim atmen vermehrt Geräusche, die nicht ganz eindeutig sind. Schnurrt er? Röchelt er? Ist das vielleicht noch eine Nachwirkung der OP? Da sein Immunsystem ziemlich angeschlagen ist, unterstützen wir ihn mit zwei pflanzlichen Mitteln und hoffen, dass er sich wieder berappelt.

 

02.03.2021

Unser Katzenbestand zählt nun wieder einen Bewohner mehr. In Ohorn streunte ein unkastrierter Kater auf einem Privatgrundstück umher. Er wurde wohl von den dort vorhandenen

Katzenmädchen angezogen. Aber weder diese noch der Besitzer waren über den ungebetenen Gast wirklich erfreut. Zum Glück ließ sich der Kater mit Futter gut anlocken und schwupp, saß er in der Falle. Selbst als wir ihn in unsere Quarantäne umsiedelten, war er lieb, umgänglich und dankbar für die gastfreundliche Bewirtung. Vielleicht wird er ja doch vermisst? Ein Foto von ihm finden Sie unter der Rubrik "Tier vermisst/Tier gefunden".

 

01.03.2021

Schnell rückte der Termin für Paulas OP der Milchleiste heran. Ruhig ertrug die große Hündin die Fahrt, und selbst der Baulärm nahe der Tierärztin störte sie nicht. Paula lief artig mit und schnupperte neugierig. Als es hieß, zum Tierarzt hinein zu gehen, wollte Paula dann doch nicht mehr so freiwillig laufen. Die umfangreiche OP verlief gut. Unsere Tierärztin entdeckte bei Paula eine weitere Umfangsvermehrung, die sie jedoch erst einmal punktierte und ins Labor einschickte. Als die große Hündin einigermaßen wach wurde und bereit war zum Abholen, sträubte sie sich. Was für ein komisches Ding hatte sie plötzlich um ihren Kopf? Damit klarzukommen, und das, wo sie doch noch ein wenig "im Tee" war, gestaltete sich gar nicht so einfach. Paula darf außerdem einen kleidsamen Body tragen und kann nun in Ruhe genesen. Die warme weiche Matratze in ihrem Genesungs-Zimmer nahm sie sofort dankend an.

 

26./27.02.2021

In der Frühe entdeckten wir, dass unser Hahn Gisbert nicht mehr aufstehen konnte. Der Ärmste saß vor der Futterschüssel und auch wir konnten ihn nicht mehr aufrichten. Selbst für die  gerufene Tierärztin war es mysteriös, warum er nicht mehr laufen kann. Laut Tierärztin wäre ihm kein schmerzfreies artgerechtes Leben mehr möglich. Es schien, als hätte er gleichzeitig seinen Lebensmut verloren. Daher mussten wir ihn auf "seiner" Wiese gehen lassen. Leb wohl, Du schöner stattlicher Gisbert. Du warst ein besonderer Hahn.

 

25.02.2021

"Sammel"-Taxi zum Tierarzt war angesagt. Rüde Caspian und die Kater Frosti und Josef hatten einen Termin bei unserer Veterinärin. Am schnellsten war Josef mit seiner Behandlung fertig. Er bekam seine erste Impfung, auch wenn er lieber in Ruhe gelassen werden wollte. Aber da führt(e) nunmal kein Weg daran vorbei. Caspian wurde wegen seinem Husten und der festgestellten Bewegungseinschränkungen geröntgt und zur weiteren Diagnostik Blut entnommen. Die Lunge hatte ein paar schattige Flecken, daher bekommt Caspian nun eine Woche Hustensaft und Antibiotika. Hüfte, Knie, Pfoten, alle Gelenke waren bei ihm in Ordnung. Nur die Wirbelsäule zeigt Verschleißerscheinungen (Spondylosen) auf. Bei Bedarf können Schmerzmittel seine Beschwerden lindern. Zurück im Tierheim rannte er schon wieder ohne erkennbare Wehwehchen umher. Die Blutuntersuchung war übrigens völlig im grünen Bereich. Das ist doch ein schönes Ergebnis, das wir uns öfter wünschen würden. Als letzter Patient war Frosti zur Kastration beim Tierarzt an der Reihe. Nachdem er alles gut überstanden hatte, konnten wir ihn, noch ein wenig benommen, bereits am späten Nachmittag wieder abholen.

 

24.02.2021

Unter Tränen wurde heute Hündin Tiriona wieder zurückgegeben. Die Hündin konnte und wollte sich trotz eifrigen Trainings nicht mit der Situation des Alleinebleibens zufrieden geben und bellte unentwegt. Ein Nachbar der Besitzerin hatte leider absolut kein Verständnis dafür und ließ auch nicht mit sich reden. Die Frau erläuterte, das sie mit Tiriona konsequent daran arbeitet, aber der Erfolg sich nun einmal nicht über Nacht einstellt. Es nützte nichts, der Nachbar drohte mit Polizei und so sah die Frau leider keinen anderen Ausweg mehr. Tiriona kam zu uns mit all ihrer ganzen Ausstattung: Halsband, Geschirr, Decke, sogar Lieblingskissen sowie Näpfe und Spielzeug. Wieviel Liebe und Fürsorge hatte die Besitzerin in Tiriona investiert, es war einfach nur traurig. Wir finden es nur schade, dass der Nachbar den Beiden keine Zeit gegeben hat. Sicher hätte die Situation ganz anders verlaufen können. 

Auf einen kurzen Zwischenbesuch hielt sich heute noch eine Hündin bei uns auf. Die kleine ältere Hundedame lief in Wachau umher und wurde umgehend zu uns gebracht. Keine Stunde später meldete sich der Besitzer. Er hat zwei Hunde, die Auslauf auf seinem Grundstück genossen, und plötzlich muss die Kleine irgendwie einen Weg herausgefunden haben. Sein größerer Hund war völlig "von der Rolle", wie er meinte, weil sie nun weg war. Der Mann war erleichtert, dass er die Hündin endlich gefunden hatte und holte sie kurzerhand wieder bei uns ab. Auch die Hündin war glücklich, als sie das bekannte Gesicht sah und wollte unbedingt wieder mit heim. 

 

23.02.2021

An den Rand von Bautzen ging die heutige Fahrt des Tierheimautos. Unser Mitfahrer war der kleine Rüde Suki, der sich mucksmäuschenstill verhielt. Bis auf eine Ausnahme: Suki mag keine Motorradfahrer, das machte er deutlich. Als wir an der Ampel warten mussten, fuhr nämlich gerade einer vorbei. Suki wollte das Geräusch wohl übertönen und schimpfte lautstark, bis er den Motorradfahrer aus seiner Sicht vertrieben hat ;). Da es an Parkplätzen mangelte, war vor Ort ein kleiner Fußmarsch angesagt. Für Suki kein Problem. Er hielt auch artig an der Ampel an. Die Treppen zur Wohnung lief, nein, rannte er förmlich, in seiner ganzen Lebensfreude und Abenteuerlust. Das erste, was er in der Wohnung erblickte, war ein Teppich, auf dem er sich ausgiebig wälzte. Nun, da die Wohnung praktisch eingeweiht war, konnte er sich seiner Wiedersehensfreude über Frauchen widmen. Er sprang aufs Sofa, kletterte auf ihren Schoß und schloß nach einer Weile zufrieden seine Augen.

Nicht zufrieden war Neuankömmling Josef. Der Kater war ursprünglich Freigang gewohnt. Da die Familie aber umziehen musste, und die Lage keinen sicheren Freigang mehr zuließ, durfte er nur noch in der Wohnung bleiben. Damit war der 14 jährige Katzensenior nicht einverstanden und war demzufolge extrem missgelaunt und gestresst. Er begann mit Stresslecken und biss der Besitzerin sogar in den Arm. Dies war für beide Seiten eine ungünstige Situation und so entschieden sie sich, den Kater in unsere Hände zu übereignen. Auch bei uns ist Josef mürrisch und mag nicht gern eingesperrt sein. Wer kann es ihm verübeln. Wir werden ihm schnell dem Tierarzt vorstellen und hoffen, dass er nicht so lange in unserer Quaräntäne verweilen braucht. 

 

22.02.2021

Auch die dritte Hündin aus der Messiesammlung, Diana, durfte nun einen neuen, schönen Lebensabschnitt beginnen. Ein sympathisches Ehepaar hatte sich in die kleine schwarze Diana verguckt und die Hundedame entgegnete die Zuneigung ebenfalls. Als es an der Zeit war, dem Tierheim Lebewohl zu sagen, sprang Diana freiwillig in die Box und war die Fahrt über ganz ruhig. Am Ende von Dresden angekommen, ging unser Mario mit Diana noch ein Stück im Grünen bis zum Haus. Die Hündin schnupperte, verhielt sich mutig und munter. Weder die nahenden Stadtgeräusche noch vorbeifahrende Autos störten sie. Nur die Treppe war für das Sensibelchen erst einmal ungewohnt und bremste sie etwas ein. Langsam ging sie dann aber doch selbständig alle Stufen hinauf. In der Wohnung wurden beide herzlich empfangen. Diana erkannte ihr neues Menschenrudel sehr wohl, hielt sich zunächst dennoch an Mario. Etwas skeptisch wegen den ganzen neuen Eindrücken, siegte dann doch die Neugier und Diana schaute sich ein wenig um. Eine der Liegedecken neben dem Sofa erregte ihre besondere Aufmerksamkeit. Die kleine "Maus" scharrte sich die Decke zurecht, bis sie es als bequem genug empfand und legte sich darauf. Langsam fielen die Äuglein zu. Wie glücklich die neuen Besitzer über diese freundliche Hündin sind, berichteten sie uns gleich heute. Diana klammert sich beim Schlafen an den Mann fest, so als wolle sie damit sagen "Ich habe endlich meine Familie gefunden, ich gebe euch nicht mehr her". Brauchst Du auch nicht, liebe Diana. Genieße endlich die Hingabe und Herzenswärme, die Dir all die Jahre nicht vergönnt waren.

 

20./21.02.2021

Dass das Leben nicht immer in den gewünschten Bahnen verläuft, wissen wir alle. Dennoch sind wir betrübt, wenn ein Schicksalsschlag ausschlaggebend dafür ist, dass ein Tier wieder zu uns zurück kommen muss. Vor ca. 11 Monaten hatten wir Hündin Roxy vermittelt. Die Besitzerin ist unglücklicherweise durch einen Pflegefall in der Familie nicht mehr in der Lage, Roxy genügend Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Die kleine strubbelige liebe Hündin hat den Umzug leider nicht so gut weggesteckt. Sie jammerte über den Verlust. Da sie allerdings gesund und aktuell geimpft ist, integrierten wir sie zeitnah in eins unserer Rudel, damit sie sich nicht so alleine fühlt. Nun ist Roxy nicht der sprichwörtliche "Hahn im Korb" sondern die "Henne", bei Yusti und Rigo.

 

19.02.2021

Liebe Leser unserer Homepage, heute haben wir allen Grund zur Freude! Unser Intensivpatient, Fundkaninchen Miraculix, hat wirklich ein eigenes Zuhause gefunden. Zugegebenermaßen war es nicht der nächste Weg, den Tierpfleger Mario mit Miraculix zu bewältigen hatte, denn die Fahrt ging nach Schleswig-Holstein. In einer großen Transportbox, die für das Kaninchen voll ausgestattet wurde, verbrachte Miraculix seine Zeit mit Salat kauen. Angekommen in dem kleinen Dorf wusste man schon von außen, dass hier ein Kaninchenfreund wohnen muss. Die nette Dame bemühte sich seit Jahren immer wieder um die ungewollten, versehrte und übriggebliebenen Kaninchen. In dieser Zeit hat sie natürlich auch mit Krankheiten und Verletzungen verschiedenster Natur zu tun gehabt. Ein Schiefkopf wie Miraculix und alles was damit einhergeht, sind für die Dame wirklich kein Grund zum Haareraufen. Nach einer kleinen Führung durch das Haus, durfte Miraculix in das vorbereitete Gehege. Auch hier war seine erst Amtshandlung erst einmal fressen. Wir hatten erwartet, dass Miraculix aufgeregt ist und deshalb etwas orientierungslos umher hoppelt, doch er belehrte uns eines besseren. Nach seinem kurzen Snack, holte er sich bei seinem neuen Frauchen noch ein Blättlein ab, ließ sich streicheln und gebärdete sich beinahe wie Katze. Immer wieder schnupperte und stupste er an ihrer Hand, animierte sie ihm mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Hier kam zusammen, was zusammen gehört. Es war herzergreifend. Wir sind uns sicher, dass Miraculix dort für all das Leid entschädigt wird, welches ihm widerfahren ist.

 

18.02.2021

Es wird wahrlich nicht langweilig im Tierheim. Vor geraumer Zeit erhielten wir Nachricht von einem zugelaufenen Kater und sagten die Aufnahme zu. Zu dieser Zeit war es bitterkalt draußen und das arme Tier sollte nicht in der eiseskälte erfrieren. Doch der Kater machte sich rar. Nun gelang es den Leuten doch, denn Freigänger in ihre Küche zu locken und letzlich ins Tierheim zu bringen. Wie man sich vorgestellen kann, hat das arme Tier ziemlich Angst und sitzt mit großen Äuglein in der hintersten Ecke der Quarantänebox. Wir nannten den Kater Frosti, da er den winterlichen Temperaturen getrotzt hat. Nun muss Frosti nur noch verstehen, dass wir es gut mit ihm meinen. Vielleicht flüstert ihm die Glückskatze Bibi, die vergangene Woche zu uns gebracht wurde, dass wir zu den Guten gehören. Sie lässt sich mittlerweile richtig gern streicheln, wirft sich hin und schnurrt dabei genüßlich.

 

17.02.2021

Bei der tierärztlichen Visite wurden natürlich unsere neuen Schätze aus der Smeura in Augenschein genommen. Juss und Lari gaben der Veterinärin keinen Grund zur Klage. Bei Bob und Omega fanden wir zwei kleine Schürf- oder Bissverletzungen die ein paar Tage mit Antibiose behandelt werden müssen. Caspians Untersuchung ergab sehr unspezifisches. Da sein Gangbild und sein Fressverhalten nicht zufriedenstellend sind, werden wir den Rüden zur genaueren Diagnostik sobald wie möglich in der Praxis vorstellen. Auch bei Paula gab es eine große Überraschung - leider negativer Natur. Sie hat einen relativ großen Milchleistentumor, der auch demnächst entfernt werden muss. Im Anschluss haben wir uns den lieben Woolfy angeschaut. Auch hier bestätigte sich, was wir bereits vermuteten. Er hat eine Perinealhernie von enormen Umfang, welche auch zeitnah operiert werden sollte. Außerdem ist sein Mäulchen voller Gammelzähne, die vermutlich im selben Atemzug mit saniert werden könnten.

Kater Theo, dem leider ein Auge entfernt werden musste, erholt sich gut und wurde von seinem Trichter befreit. Keine ganz einfache Aktion da der Kater sich gegen jede Nähe wehrt. Außerdem bekamen die Miezen Bibi und Mina ihren notwendigen Pieks.

Traurige Nachrichten gibt es von unseren Scheunenkatzen. Der bekennende Freigängerkater Wendelin tauchte seit geraumer Zeit nicht mehr zur gewohnten Fütterungszeit auf. Heute fanden wir Wendelin, er war für immer eingeschlafen. Er sah dabei wirklich friedlich aus. Wendelin lebte seit Juli 2007 im Tierheim und durfte hier seinem Freiheitsdrang in der Scheune und auf den umliegenden Feldern nach Lust und Laune nachgehen. Wir verabschieden uns heute von einem wahren Veteranen des Tierheims und werden ihm eine Kerze anzünden. Ruhe in Frieden alter Freund.

 

16.02.2021

Unser freundlicher, agiler Hundeopi Horatiu darf von nun an in Begleitung einer lieben Hundedame in Dresden wohnen. Die Fahrt war unspektakulär, der matschige Empfang auf Dresdens Wegen veranlasste Horatiu dann aber doch, erst einmal wieder ins Auto zu hopsen. Der zweite Anlauf klappte deutlich besser, Horatiu schnupperte an Büschen und fand alles interessant. Angstfrei lief der Wuschel wie selbstverständlich zum Hauseingang neben Mario her. Die kleine Stufe zum Eingang war für den Rüden ebenfalls ein Klacks. Seine neue Hundefreundin begrüßte Horatiu und er freute sich im Gegenzug genauso dolle, alle wiederzusehen. Er schaute sich in der Wohnung genau um (ihm entging dabei auch nicht der Napf mit Restfutter seiner neuen Freundin, den er nach so viel Aufregung im Handumdrehen leergefressen hatte). Die Hündin blieb entspannt, legte sich unter den Tisch und beide hörten den Zweibeinern zu. Horatiu saß dabei am Tisch und genoss die Streicheleinheiten. Auch das jüngste der Kinder streichelte Horatiu und durfte ihn sogleich umarmen. Der Genießer empfand so viel Aufmerksamkeit einfach nur toll. Nur als Mario gehen wollte, machte Horatiu Anstalten, mitkommen zu wollen. Aber eine Knabberei vor der Nase überredete den Rüden schließlich blitzschnell, da zu bleiben. Er hat nun, nach nur dreimonatigem Aufenthalt bei uns, endlich ein warmes Plätzchen bei einer jungen, tierlieben Familie gefunden.

 

15.02.2021

Bei Fundkater Günter war heute Zahnsanierung angesagt. Der Blick ins Mäulchen bot keinen Grund zur Freude. Wirklich alle verbliebenen Zähne mussten ihm gezogen werden. Als ob das nicht schon genug wäre, fand die Tierärztin außerdem zahlreiche entzündete Wurzelreste von abgebrochenen Zähnen. Es war also dringend an der Zeit, diese ebenfalls zu entfernen. Nun hängt ihm zwar seine Zunge heraus, aber das ist nur ein optischer Blickpunkt. Sein Trockenfutter kann er trotzdem weiterhin fressen. Eine andere Baustelle schien ihn noch zu plagen: Wir hatten im Tierheim beobachtet, dass Günter harninkontinent zu sein scheint und ließen das im selben Atemzug mit tierärztlich überprüfen. Der Ultraschall war weitestgehend unauffällig, eine Probe wurde dennoch vorsichtshalber eingeschickt. Allerdings ergab der Urintest ein wenig Anlass zur Beunruhigung. Unsere Tierärztin entnahm deshalb dem Kater noch eine Blutprobe, die auch eingeschickt wurde. Bevor wir hier orakeln, warten wir einfach hoffnungsvoll ab. Bald wissen wir mehr. Günter war wie immer ein tapferer Patient.

 

13./14.02.2021

Erneut konnten wir ein Geschwisterpaar erfolgversprechend zusammen vermitteln. Die beiden Katzen Bonnie und Clyde durften in eine neue Wohnung umziehen, in der sie ein eigenes Katzenzimmer besitzen. Für die beiden Angsthasen sicher ein willkommener Start zum Eingewöhnen. Sie haben alle Zeit, die sie brauchen und können später von da aus selbstverständlich alle anderen Räume erkunden. Sogar ein verglaster Balkon steht ihnen zukünftig zur Verfügung. Aber wie heißt es treffend: "Aller Anfang ist schwer". Bonnie und Clyde trauten sich zuerst nicht aus der Box heraus. Also gewährten wir den Beiden ihren Freiraum und gingen zum Besprechen und zur Vertragsausfertigung in ein anderes Zimmer. Einige Geräusche konnten wir aus dem "Katzenzimmer" vernehmen und wir hofften, das die zwei sich mit ihrer neuen Umgebung etwas vertraut machen. Als wir später nachschauten, war nur noch Bonnie in der Box. Clyde hatte sich eine Katzenhöhle als Versteck auserkoren. Also fingen wir an, ganz vorsichtig und leise, den Deckel der Transportbox abzunehmen. Das neue Frauchen verdunkelte den Raum etwas, um Bonnie und Clyde mehr Sicherheit zu geben. Schließlich kam auch das Katzenmädchen heraus und schaute sich zitternd um. Sie war so ängstlich, dass sogar ihre Ohren wackelten. Arme "Maus". Wir wagten kaum zu atmen. Schließlich entschied Bonnie sich, dass die neue Situation zu zweit wohl am besten zu bewältigen wäre, und gesellte sich zu ihrem Bruder in die Kuschelhöhle. Die beiden brauchen gewiss einige Zeit, um "dem Frieden zu trauen" und sich einzugewöhnen. Wir drücken ganz fest die Daumen.

 

12.02.2021

Ein neues Revier hat Hündin Elli gefunden. Schon seit einiger Zeit trug sich die Familie mit dem Gedanken, Elli bei sich aufzunehmen und nun war es endlich so weit. Nach der, für Elli sehr aufregenden Fahrt, konnte sie sich im neuen Zuhause auch nur bedingt entspannen. Alles war neu und unbekannt. Sicher wird Elli noch eine ganze Weile brauchen, sich an die neue Situation zu gewöhnen, doch wir sind voller Hoffnung, dass die schüchterne Hündin dann ein glückliches Hundeleben führen darf.

Wie sooft wenn einer geht, rückt sofort ein anderer nach. Im heutigen Fall war das eine junge Katze. Bereits im Frühjahr letzten Jahres lief einem netten Herren eine anhängliche Katze zu. Die Natur nahm ihren Lauf und die Mieze packte am Muttertag 4 Jungtiere aus. Zwei davon konnte der Herr erfolgreich vermitteln, für die beiden verbleibenden fand er keine andere Lösung als das Tierheim. Eine der beiden jungen Glückskatzen hat er uns heute gebracht. Die Andere hat wohl Lunte gerochen und ist erst einmal abgetaucht. Natürlich haben wir initiiert, dass die Mutterkatze umgehend kastriert wird. Sie darf bei dem netten Herren wohnen bleiben und wird von ihm umsorgt.

 

11.02.2021

Am Nachmittag war es soweit. Der Transporter der Smeura erschien in unserer Einfahrt und kündigte unsere sieben neuen Hunde an. Im Handumdrehen waren die Boxen ausgeladen(siehe Foto der Woche) und einer nach dem anderen wurde aus der Kiste "befreit". Für Mensch und Hund immer eine spannende Situation. Woolfy, Bob und Omega wollten sich sofort Streicheleinheiten abholen und buhlten um Aufmerksamkeit. Die drei Rüden stehen etwas zu gut im Futter. So ist das meist bei Hunden, die lange in der Smeura gewartet haben. Paula harderte etwas mit ihrem Schicksal, stand fast teilnahmslos im Gehege, lies sich aber auch streicheln. Juss brauchte auch einen Moment um die Situation zu erfassen, wedelte aber schon nach einer halben Stunde mit dem Schwänzchen. Lari ist ein totaler Kasperkopf, alberte herum und wollte mit den anderen Hunden spielen. Die große Überraschung war jedoch Caspian, der erst ganz schüchtern rüber kam aber auch nach kurzer Zeit Kontakt suchte und seinen Kopf regelrecht in uns vergraben hat, um gekrault zu werden. Zur Belohnung gab es von Caspian dann ein Küsschen auf die Nase. Ganz doll niedlich. Ein, Zwei Dinge sind uns schon aufgefallen, die wir tierärztlich abklären wollen, aber alles zu seiner Zeit. Jetzt sind die Sieben erst einmal da und können sich ein bisschen einleben. Wir sind total happy!

 

10.02.2021

Glückspilz des Tages ist Hündin Kathi. Die kleine braune Schönheit schaute fragend mit ihren Kulleraugen, als sie statt zum Mittagsschlaf gebettet zu werden, angekleidet wurde. Fröhlich lief sie mit und lies sich brav ins Auto heben. Dort verhielt sich die Hündin bis zur Ankunft in Dresden, die sich wegen Staus etwas verzögerte, ganz ruhig. Nahe der Elbe darf die Kleine nun heimisch werden. Kathi überraschte uns positiv, als sie das vorbeifahrende Paketauto ignorierte. Dafür waren entgegenkommende Fußgänger noch etwas befremdlich. Mit Zureden stapfte Kathi munter weiter durch den Schnee, bis wir in der Sackgasse vor dem Haus ankamen. Sie musste ein paar Treppen bewältigen, aber das klappte trotz ihrer Unsicherheit schon ganz toll. In der Wohnung kam sie sich noch recht fehl am Platz vor. Sie schaute hier ein bißchen, da ein bißchen, aber am sichersten war es doch beim bekannten Tierheimpersonal. Als wir zum vertraglichen Teil übergehen wollten, "mischte" Kathi dazwischen und legte sich auf den Schoß unserer Kollegin. Kathis neues Frauchn tat in diesem Moment das einzig richtige, setzte sich mit etwas Abstand daneben und begann, die Hündin zu bekrabbeln. Das gefiel Kathi und sie holte sich mit vollem Körpereinsatz weitere Streicheleinheiten ab. Fast wäre sie dabei eingeschlafen. Aber als wir dachten, wir nutzen den Moment zum Davonschleichen, war Kathi sofort bei der Stelle und wollte mit. Also durfte sie mit uns die Treppen herunter, um dann aber klammheimlich in eine andere Richtung geführt zu werden. Die Umgebung bot genug Ablenkung und Frauchen war ja schließlich auch noch da zum Zureden und Kraulen. Wir erhielten schon die Nachricht, dass Kathi bereits die zweiten Gssisrunde ganz selbstbewusst meisterte. Ihr Körbchen hat sie auch schon benutzt, allerdings ist Kuscheln auf der Couch viel angenehmer. Recht hat die kleine Hundedame, nach all den Entbehrungen bei der Tiersammlerin darf sie es sich nun richtig gut gehen lassen.

 

09.02.2021

Unsere Freunde und Unterstützer vom Fressnapf in Coswig gaben uns Bescheid, dass einige Spenden von lieben Kunden sowie auch Sortimentsware wie Hundegeschirre, Futter, Snacks und sogar Katzen- Transportboxen auf uns zur Abholung warten. Selbstverständlich wollten wir nicht so lange das Lager "blockieren" und holten die vielen Spenden ab. Eine Tüte Katzensnacks verteilten wir sogleich an die Scheunenkatzen sowie unsere Miezen in der Quarantäne. Ein extra Leckerli, das dankbar angenommen wurde. Katze Mina verbog sich sogleich und wollte eine zusätzliche Portion Streicheleinheiten. Dies kam uns sehr gelegen, denn so konnten wir ein paar hübsche Fotos von ihr machen. 

 

08.02.2021

Unser Tierheimauto rollte gleich 2 mal zuverlässig und den Bedingungen entsprechend langsam, einmal mit Hund und einmal mit Katzen an Bord vom Tierheimgelände. Haben wir Sie neugierig gemacht? Keine Sorge, wir lösen das Rätsel sogleich auf. Zuerst durfte Hündin Romy in die Box einsteigen. Etwa eine dreiviertel Stunde später erreichte sie ihr Ziel, wo sie zukünftig an der Seite eines Rüden wohnen darf. Als sie sich im Garten umschaute, wirkte sie schon entspannter. Der Rüde hatte sich dolle gefreut und Romy in seinem Reich herumgeführt. In der Wohnung schien Romy bereits aufgeschlossener, ruhte sogar, während wir den Vertrag ausfertigten, unter dem Tisch. Wir freuen uns sehr, dass die Kleine nun als erste der drei Hunde aus dem Animal Hoarding- Fall ihre Vergangenheit gänzlich hinter sich lassen und ín eine erlebnisreiche Zukunft blicken darf.

Am frühen Nachmittag hieß es für Domino und Halma, Lebewohl zu ihrer bisherigen Mitbewohnerin Mahjong zu sagen. In einem großen Haus in einem ruhigen Teil von Burkau, dürfen die beiden rumänischen Samtpfoten nach ihrer Eingewöhnung Freigang genießen. Noch sind die scheuen Nasen weit entfernt davon, haben aber geduldige Menschen an ihrer Seite, die sie zu nichts drängen. Die dreifarbige Schönheit Halma kam als erste aus der Box heraus, um sich dann hinter der Waschmaschine zu verstecken. Der stattliche schwarze Kater Domino wartete, bis wir mit dem Schriftverkehr fertig waren. Dann flitzte er eine Runde durch den Flur, um sich dann doch wieder ins Bad und somit in Halmas Nähe zurückzuziehen. Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis, wenn auch schüchterne Tiere die Chance bekommen, in ein eigenes Zuhause umziehen zu dürfen. Es ist uns bewusst, dass die nächsten Tage - vor allem für die Katzen - sicher nicht einfach sein werden. Die Familie schloss sogar die Haustür ab und nutzt nun einen Zweiteingang, welcher mit einer Zwischentür versehen ist, damit die Katzen nicht aus Versehen flüchten können. Jetzt liegt es an den beiden, sich ihrer Chance bewusst zu werden, langsam Vertrauen zu fassen und sich zu öffnen. Domino und Halma, ihr schafft das!

 

06./07.02.2021

Trotz erneutem Wintereinbruch wollten wir den jungen Kater Momo nicht länger in unserer Quarantäne beherbergen, wenn er doch die Aussicht auf ein schönes Zuhause hat. Also fuhren wir langsam und behutsam mit ihm nach Dresden Weißig, um ihn zu seiner neuen Familie zu bringen. Wie erwartet, quittierte der Kater die Aufregung der Fahrt und die neue Umgebung mit Verunsicherung und versteckte sich. Zur Eingewöhnung bezog er ein separates Zimmer, wo er sich langsam an seine neuen Menschen gewöhnen kann, aber auch den nötigen Rückzug findet. Wir drücken die Daumen, dass Momo schnell merkt, dass es diesmal kein Haushalt ist, wo er - wie in seiner Vorgängerwohnung ( siehe "was gestern geschah" vom 30.12.2020) - vernachlässigt wird, sondern ihm alle Liebe und Zuneigung geschenkt wird, die er sich wünscht. 

 

05.02.2021

Über ein Jahr hat Tiriona bei uns auf diesen Tag gewartet. Heute war es soweit: sie durfte in ihr eigenes Zuhause umziehen. Mit dem Transport in Box war sie nicht ganz einverstanden, konnte dann aber doch eine gemütliche Liegeposition finden und verschlief die Fahrt. Als sie dann aussteigen durfte, arbeitete das Näschen wie verrückt. Jede Hecke, jeder Stein musste intensivst beschnuppert werden und es dauert eine Weile Tiriona davon zu überzeugen doch in das Haus hinein zu gehen. Dank Fahrstuhl konnte die neue Wohnung problemlos erreicht werden. Die junge Frau hatte für Tiriona ein ähnliches Liegekissen besorgt, welches sie schon im Tierheim hatte. Was mussten wir lachen, als sich Tiriona direkt darauf legte, obwohl die Plastikschutzhülle noch darüber war. Sie konnte es wohl gar nicht erwarten. Im Anschluß ließ sie sich von ihrem neuen Frauchen durchkraulen und brummte genüßlich. Was für eine Freude für die liebe Hündin. Mit einem guten Gefühl verabschiedeten wir uns.

Neuigkeiten gab es auch von Fundkater Theo. Der Haudegen war laut Tierarzt nur sehr bedingt kooperationswillig und konnte erst in Narkose gründlich untersucht werden. Wie bereits vermutet, musste ihm das rechte massiv vereiterte Auge entfernt werden. Dem zugrunde lag eine schlimme Verletzung der Hornhaut - es gab keine Rettung für sein Augenlicht. Einmal in Narkose wurde er auch gleich kastriert. Wir hoffen, dass er sich nun ohne dauerhafte Schmerzen besser fühlen wird.

 

04.02.2021

Der in den Wochen zuvor gefallene Schnee taut rapide und offenbart uns damit ein neues Problem. Der lehmige Boden unter dem Tierheim, kann die Wassermenge nicht aufnehmen und so drückt das Wasser von unten in die Scheune. An der tiefsten Stelle, im Winterquartiert der Schafe, stand es 10cm hoch. Uns blieb nichts übrig, als das nasse Stroh auf den Mist zu bringen und das Gehege auszuschöpfen. Die Schafe hatten auf dem erhöhten Teil des Stalls noch eine dicke trockene Strohdecke, sodass wir keine Angst haben mussten.

Dieser Missstand hielt uns nicht davon ab heute gemeinsam mit der schüchternen Hundeomi Dora auf die Reise zu gehen. Nach überstandener Fahrt hopste sie mit erhobenen Schwänzchen aus der Transportbox. Vom Verkehr völlig unbeeindruckt zog sie schon beinahe an der Leine, um die Umgebung zu erkunden. Als wir den Hauseingang gefunden hatten, wich das Selbstbewusstsein doch etwas der Skepsis. Die kurze Fahrt mit dem Fahrstuhl überwand sie gut, stiefelte neugierig durch die Wohnung, war aber noch etwas schüchtern ihren neuen Besitzern gegenüber. Davon ließen diese sich jedoch nicht abschrecken. Warscheinlich hat ihr Misstrauen Dora früher einmal das Leben gerettet und solche Gewohnheiten legt man eben nicht so schnell ab. Wir sind guter Dinge, dass Dora sich bald genüsslich kraulen lässt, wie sie es auch bei uns tat.

 

03.02.2021

Wir erhielten Nachricht, dass sich ein verletzer Kater bei einer Fabrik umher treiben würde. Eine der Mitarbeiterinen fütterte den Kater an, gewann so sein vertrauen und konnte ihm schließlich in eine Transportbox setzten, um ihn ins Tierheim zu bringen. Kater Theo, wie die Abgeberin ihn nannte, ist ein noch ein ganzer Kerl und riecht auch so. Sein größeres Problem ist aber, dass sein rechtes Auge komplett unter Eiter steht. Wir werden ihn in kürze dem Tierarzt vorstellen, um herauszufinden ob das Auge noch zu retten ist oder wie wir ihm sonst helfen können.

 

02.02.2021

Endlich ließen es die Witterungsbedingungen zu, dass unser Stroh geliefert werden konnte. Wir bzw die Schafe hatten schon sehnsüchtig darauf gewartet. Ballen für Ballen (ganze 44 an der Zahl) luden wir vom LKW, welcher ja immer noch nicht bis vor unsere Scheune vorfahren konnte, und trugen sie bis auf den Scheunenboden hinauf. Ein Bündel blieb gleich für Marius in Griffbereitschaft, um sein Häuschen damit kuschelig aufzuhübschen. Unsere Schafe bekamen 3 Ballen frische Stroheinstreu unter ihre Klauen. Somit waren alle zufrieden.

 

01.02.2021

Heute war insgesamt ein ruhiger Wochenbeginn. Von OBI Ottendorf wurden wir gefragt, ob wir diverse Spenden, hauptsächlich Hundesnacks und einiges an Katzenfutter, abholen könnten. Also machte sich unser Tierheimauto wie gewohnt zuverlässig auf den Weg. Wir danken OBI im Namen unserer Tiere für die freundliche Unterstützung.

 

30./31.01.2021

Die Fortbewegung im Grundstück stellte eine Herausforderung dar. Einerseits taute es und der Schnee kam von den Dächern, andererseits war es darunter noch gefroren bzw fror schnell wieder ein. Dementsprechend glatt war es also bei uns. Trotzdem war Familie L. so freundlich, uns die vielen lieben Spenden aus den Edeka- Märkten in Radeberg vorbei zu bringen. Der Pkw- Anhänger war voll, aber zu unserer Scheune vorfahren war unmöglich. Dorthin führte nur ein schmaler, vereister Weg, die Schneeberge türmen sich noch immer rechts und links davon. Wir haben deshalb alles vorsichtig einzeln per Hand übers Grundstück getragen. Alle Futter- und Spielzeugspenden sind wohlbehalten angekommen und wurden sicher einsortiert. Ein herzliches Dankeschön sagen wir allen, die uns und unsere Schützlinge wieder so hilfreich unterstützt haben.

 

29.01.2021

Das Wetter draußen war ungemütlich und so verbrachten unsere Hunde die meiste Zeit des Tages im Körbchen. Wir entschieden uns dazu einen kleinen Beautytag einzulegen und die lieben Vierbeiner ordentlich zu bürsten. Jeder, der wollte, wurde ordentlich gestriegelt und es kam eine Menge überschüssiges Fell zum Vorschein. Dem ein oder anderen haben wir bei dieser Gelegenheit auch gleich eine Pediküre verpasst und die Krallen etwas gekürzt. Selbiges Prozedere widerfuhr auch Widderkaninchen Miraculix, der wie gewohnt lieb und artig war. Beim sanften Ausbürsten des Fells fielen im auch ein wenig die Äuglein zu und er ließ sich fallen.

 

28.01.2021

Man hörte lautstarken Protest aus der Katzentransportbox als Tierpfleger Mario sich auf den Weg machte, um die elegante Mieze Smilla zu vermitteln. Gemeinsam fuhren sie in den selben Ort, in dem Mario vor genau einem Monat unseren Rüden Winny vermitteln durfte. Smilla und Winny wohnen jetzt keine 300m auseinander. Was für ein Zufall! Das große Haus liegt direkt am See in ruhiger Lage, sodass man glatt neidisch auf Smilla werden könnte. Diese ahnte jedoch nichts von ihrem Glück und bliebt trotz geöffneter Tür in ihrer vorher noch so geschmähten Transportbox. Zu fremd waren die Geräusche, zu gruselig alles Unbekannte. Sicher wird sie sich verstecken, bis die Nacht ihr Sicherheit gibt das neue Terrain etwas zu erkunden. Wir hoffen sehr, dass die hübsche getigerte Smilla sich bald einlebt und ihre Familie sich solange gedulden kann, bis sie Smilla dann richtig knuddeln können.

 

27.01.2021

Erneut hatten zwei Katerchen das Glück, gemeinsam umzuziehen. Unser "Mischgemüse"- Duo bewies sich als unauffällige Mitfahrer. In Dresden im zukünftigen Revier der beiden, wurde die Box endlich, wie gewohnt, geöffnet. Aber nur einer kam heraus. Erbse war der mutigere und schaute sich in der Wohnung um, während Möhre einfach in der Transportbox sitzen blieb. Als er auch nach einer gewissen Weile nicht heraus kam, half unsere Kollegin ein bißchen mit. Sie nahm den Deckel der Transportbox ab, aber Möhre wollte sich immer noch nicht bewegen. Also setzte sie ihn erst einmal in die Katzentoilette, falls er sich vor Furcht lösen muss. Erbse lief inzwischen sogar die Treppe hoch und rief einmal nach seinem Bruder. Als er merkte, dass es diesen im Moment nicht interessierte, gab er es auf und führte seine Erkundungstour alleine fort. Während des schriftlichen Teils hörten wir es plötzlich oben im Bad klirren. Eines der Kinder eilte sofort dorthin. Aber alles gut: Erbse hatte nur mit der Kette vom Badewannenstöpsel gespielt. Das Kind zeigte Erbse alles und der Kater verhielt sich die ganze Zeit neugierig und locker. Sein Bruder Möhre braucht noch ein Weilchen. Als wir uns wieder auf den Rückweg machten, befand sich Möhre noch immer in seinem "Rückzugsort", der Toilette. Hunger, Neugier und der Mut von Erbse werden Möhre bestimmt recht bald überzeugen können.

 

26.01.2021

Ein samtpfötiges Doppelpack hat sich von uns verabschiedet, um in einer großen Wohnung zukünftig dem Spiel und Spaß und Kuscheln zu frönen. Unsere beiden Waisenkinder Leonidas und Kleomenes haben nun in Stolpen fürsorgliche Zweibeiner gefunden, die sich rührend um sie kümmern. Gleich zu Beginn wurde dies auf die Probe gestellt. Da die Katerchen rund 30 km in der Box umhergefahren wurden und die beiden so aufgeregt waren, passierte kurz vor Ankunft ein Malheur. Es kann immer mal vorkommen, das ist nur allzu natürlich. Aber wir hoffen logischerweise immer, dass dem nicht so ist. Nun denn, passiert ist passiert. Die neuen Dosenöffner nahmen es gelassen. Also hieß es für Leo und Kleo erst einmal, auf ins Badezimmer. Die Zwei wurden mit einem Handtuch fein sauber geputzt. Immerhin, die beiden haben gut mitgemacht, so dass sie kurz danach die Wohnung erkunden durften. Alles wurde in Augenschein genommen: die Liege- und Spielmöglichkeiten, der Spiegelschrank im Schlafzimmer, auch das Arbeitszimmer, es gab so viele neue Eindrücke. Während Kleomenes das Sofa erklomm und schmuste, hatte Leonidas Hunger bekommen und stürzte sich auf das Trockenfutter. Wir drücken die Daumen, dass sich die beiden schnell eingewöhnen und wünschen eine schöne lange und glückliche Zeit miteinander.

 

25.01.2021

Jede Vermittlung hat ihre Besonderheiten, weil auch jedes Tier und jeder Mensch unterschiedlich ist. Beim heutigen Zusammenführen von Besitzer und Tier war das neue Frauchen von Katze Flop aufgeregter als wir alle. Die hübsche dreifarbige Flop war auch ein wenig "durch den Wind", wegen der Fahrt und den neuen Eindrücken. Für Flop war es ein großer Schritt, aus unserer Quarantäne sofort in ein Eigenheim zu ziehen. Außerdem färbte wohl die Nervosität der Frau ein wenig auf Flop ab. Die Miez sah einen Lichtschein im Spiegel aufleuchten und dachte wohl, da wäre ein Fenster, durch das sie entrinnen könne. Da galt es, Ruhe zu bewahren, erst einmal tief durchzuatmen und jedem die nötige Zeit zu geben. Mit entsprechender Geduld und einem lockeren Austausch konnten schließlich alle Ungereimtheiten und Zweifel aus dem Weg geräumt werden. Sowohl Flop als auch ihr neues Frauchen wurden entspannter und nahmen langsam Tuchfühlung auf. Flop sprach mit Frauchen, legte sich unter ihren Stuhl und kam kurz, um sich streicheln zu lassen. Am Abend saß die Miez schon auf dem Sessel. 

 

23./24.01.2021

Die Ergebnisse der Abwasseranalyse unserer Klärgrube trafen ein. Ergebnis: unsere Anlage ist tiptop, alle Werte im grünen Bereich. Wir hatten es nicht anders erwartet und sind froh über die Bestätigung. Es macht sich tatsächlich bemerkbar, dass wir seit langem ökologische Reiniger benutzen. Tierschutz macht eben vor der Umwelt nicht Halt. Darum noch einmal der Hinweis an Sie als liebe Spender und Unterstützer: Bitte achten Sie darauf, dass wir zum Wohle der Natur nur ökologische Waschmittel, Reiniger und Seifen verwenden. Danke sehr.

 

Leider gab es auch einen Grund zur Trauer. Die scheue Arielle, die wir seit 2014 beherbergten und ihr seit 2018 ein freies Leben als eine unserer Scheunenkatzen ermöglichten, ist über Nacht für immer von uns gegangen. Es gab keinerlei Anzeichen. Vermutlich hatte sie einfach das Alter erreicht. Selbstverständlich wird sie, wie jedes Tier, welches bei uns über die Regenbogenbrücke gegangen ist, würdevoll kremiert. Ruhe in Frieden, liebe Arielle. Wir danken dir, dass du uns so lange treu geblieben bist, trotz der Möglichkeiten in unserer Nähe bliebst und dich uns ein wenig geöffnet hast. Wir hoffen, wir konnten dir zeigen, dass es auch Menschen gibt, die das Herz am rechten Fleck haben und gern für dich sorgten.

 

22.01.2021

"Adieu" sagten wir heute dem lieben Argus. Er verließ uns, um sein Körbchen im Tierheim gegen ein großes offenes Haus mit Garten und eigener Familie zu tauschen. Während der Fahrt war der Rüde mucksmäuschen Still. Dort angekommen, hopste er aus dem Auto und durfte gemeinsam mit dem Familienoberhaupt eine erste Erkundungstour durch den Garten zu starten. Der Mieze der Familie blieb der Neuankömmling nicht verborgen. Neugierig hopste sie von Fenster zu Fenster um Argus im Garten zu beobachten. Erst noch etwas unsicher, wuchs Argus Selbstvertrauen rasch und das Schwänzchen ging nach oben. Im Haus wurde er dann von den Kindern umher geführt. Auch dies unter den wachsamen Augen der Mieze. Besonders spannend fand Argus die bodentiefen Fenster, von woaus er draußen alles gut im Blick hat. Sein Liegekissen hat er auch rasch gefunden und akzeptiert. Wir freuen uns für den entspannten Rüden, dass er die kalten Jahreszeit im Kreise einer lieben Familie verbringen darf und wünschen noch viele glückliche Jahre miteinander.

 

21.01.2021

Die hübsche Schmusekatze Fussel durfte heute in ihr neues Zuhause umziehen. Ihre anhängliche und zutrauliche Art überzeugt eine nette Familie vor Ort. Besonders der Sohn der Familie wünschte sich schon sehr lange einen weichen Vierbeiner an seiner Seite. Die Fahrt im Auto fand Fussel erstmal gruselig, vergrub ihren Kopf unter der Decke getreu dem Motto "Was ich nicht sehe, ist auch nicht da". Im neuen Zuhause angekommen haben wir lobend festgestellt, dass die Familie den Übergang für Fussel so einfach wie möglich gestalten wollte und sogar Fussels gewohntes Katzenstreu besorgt hat. Fussel nahm dies dankbar an und versteckte sich erstmal im Katzenklo. Mit viel Geduld und den feinsten Leckerlis werden wird die Familie sie auch bald vom Rest der Wohnung überzeugen können.

Beinahe zeitgleich war der große Rüde Yusti und die dreifarbige Flop in der Tierarztopraxis vorstellig. Yusti, der in Erwartung auf einen tollen Spaziergang von allein ins Auto hopste war während der Fahrt etwas unruhig. Flop miaute nur die ersten paar Minuten, verstummte aber recht bald. Beide erhielten eine notwendig gewordene Zahnsanierung. Bereits nach 3 Stunden konnten wir unsere Schützlinge wohlbehalten wieder abholen. Nun muss Flop nur noch die Nachbehandlung abwarten, ehe sie genau wie Fussel in ein liebevolles Zuhause umziehen darf. Yusti wartet derweile noch auf sein Glück und hofft jeden Tag, dass er bald wieder zu neuen Abenteuern im Wald aufbrechen darf.

 

20.01.2021

Erneut freuen wir uns, von einer gelungenen Familienzusammenführung berichten zu können.

Die jungen Fundkater Samu und Snorre wohnen von nun an in Dresden. Wir durften die beiden Jungs erfreulicherweise zusammen vermitteln. Wie wichtig dies vor allem für Samu war, sollten wir später feststellen. Im neuen Reich angekommen, kam Snorre als erster aus der Transportbox und erkundete den langen Flur. Er lief von (vorerst noch vershlossener) Zimmertür zur nächsten, kam zum Augsgangspunkt im Flur zurück und setzte seine Erkundungstour erneut fort. Samu hingegen schlich zur Einganggstür und versuchte, auf einen Schrank hochzuspringen. Leider verschätzte er sich und das Vorhaben missglückte. Ängstlich verkroch sich Samu schließlich im Schuhregal. Es tat uns leid, ihn zu sehen, wie er sich da hineinquetschte. Aber wir ließen ihn gewähren. Er sollte sich nicht bedrängt fühlen. Snorre erkundete inzwischen den einzigen geöffneten Raum, die Küche. Das Katerchen inspizierte alles, sprang auf einen der Stühle und kam erhobenen Schwanzes wieder heraus. Vom neuen Herrchen holte er sich kurz Streicheleinheiten ab und schnurrte. Selbst das konnte Samu nicht hervorlocken. Als Snorre vorm verschlossenen Kinderzimmer stand, maunzte er. Na klar wurde ihm die Tür geöffnet und er erblickte und beschnupperte ein großes rundes Katzenbett und eine Kratzmatte. Es sah auf jeden Fall gemütlich aus. Nach dem vertraglichen Teil hinderte uns eigentlich nur Samu am Verabschieden. Denn er steckte immer noch im Schuhregal, ausgerechnet neben der Wohnungstür, und blickte mit großen Augen um sich. Selbst Streicheln und Zureden half nur kurz. Immerhin, nach einer Weile überwand er sich, schaute sich um und ganz langsam folgte er Snorre ins Kinderzimmer.

Der Umzug zu zweit ist gerade für zurückhaltendere Tiere wie Samu von großem Vorteil. Wir möchten uns herzlich bedanken, dass die Kater die Chance bekamen, zusammen aufgenommen worden zu sein.

 

19.01.2021

Abgabekatze "Mautzi" (siehe "was gestern geschah" vom 04.01.2021) ist ein wählerischer Esser. Aber eins geht immer: Katzensnacks. Auf diese Weise konnten wir sie auch in die Transportbox locken. Denn ihr Umzug stand bevor, idealerweise gleich von der beendeten Quarantäne direkt ohne Umwege ins neue Daheim. Während der Fahrt wurde uns erst richtig bewusst, warum die hübsche dreifarbige Miez so heißt. Sie hat ihrem Namen alle Ehre gemacht und laut gemaunzt.

Der Weg war allerdings nicht weit. Keine 10 Minuten entfernt in Leppersdorf wohnt Mautzi nun. Zwischen Küche und Wohnstube befand sich früher ein Kachelofen. Da dieser der modernen Technik weichen musste (Ölheizung), bat die Frau, doch wenigstens einen kleinen Durchgang für die Katzen zu lassen. Nicht nur die Vorgängerkatzen fanden dies interessant, auch Mautzi stiefelte andauernd da hindurch, nachdem sie merkte, dass ihr Fluchtweg hinters Sofa eine Sackgasse war. Interessiert nahm sie den Durchgang an, kam wieder zurück, kroch wieder in das andere Zimmer. Fantastisch. Wir hätten ihr stundenlang dabei zusehen können, wie sie es genoss. Aber sie hatte ja noch mehr zu erkunden. Immer wieder schwankte sie zwischen der Freude, sich streicheln lassen und von dieser neuen Situation etwas eingeschüchtert zu sein. Sie schmierte sich an den Möbeln, holte sich Schmuseeinheiten ab und schnurrte schon nach kurzer Zeit. Dann erschrak sie plötzlich vor einem Räuspern oder Knacken und rannte zur Sofaecke. Nur Sekunden später musste Mautzi dann doch neugierig nachschauen, was eigentlich überall vor sich ging. Ein Drachenbaumgewächs erweckte immer wieder ihre Aufmerksamkeit. Die schmalen herunterhängenden Blätter luden wohl irgendwie zum Spielen ein. Also wurde die Pflanze flugs aus der Gefahrenzone verbannt und der Plan geschmiedet, statt dessen zukünftig Katzengras dort für Mautzi zu platzieren. Wir finden das auch eine gute Idee. So interessiert wie sie tat, wird sie wird es sicher lieben. Mautzi ließ sich dann mit einem Snack ablenken, so dass wir uns unbemerkt davonstehlen konnten.

 

18.01.2021

Schließlich, als letzte im Bunde, hat es auch Katze Bonsai in ein eigenes Zuhause geschafft. Die hübsche getigerte Samtpfote wohnt nun in Kamenz und darf sich auf 2 Etagen voll austoben. Heute war ihr allerdings erst einmal nach Verstecken zumute. Innerhalb kurzer Zeit von ihren Geschwistern Lotus und Ginkgo getrennt (weil diese bereits eher ihre neuen Familien fanden) und nun an einem völlig fremden Ort, sie verstand die Welt nicht mehr. Anders als sonst darf Bonsai die Wohnung von oben her erkunden. Aber sie war auch bei uns schon eine Kletterkünstlerin und liebte es, von der Höhe herab zu schauen. Nun hat sie die obere Etage als Rückzugsort und wenn sie ein wenig über ihren Schatten gesprungen ist, wird sie wohl auch schnell das Erdgeschoss erkunden.

 

16./17.01.2021

Schildpatt- Fundkatze Mina, welche vom Ordnungsamt direkt in die Tierklinik nach Steina gebracht wurde und schon am nächsten Tag in unsere Obhut übergeben wurde (siehe "was gestern geschah" vom 07. und 08.01.2021) wurde heute von ihren Kastrationsfäden befreit. Sie spielte gut mit, außer als wir die hartnäckigen Klebereste vom Pflaster entfernen mussten. Obwohl wir ganz behutsam vorgingen, wurde Mina etwas ungemütlich. Wir können es ihr aber nicht verdenken. Einige Sekunden später umgarnten wir sie mit Streicheleinheiten und einem Katzenleckerli, schon war sie wieder gut gelaunt.

 

15.01.2021

Der Winter hat uns fest im Griff. Aufgrund des anhaltenden Schneefalls waren wir von früh bis spät mit Schneeschippen beschäftigt. Kaum war ein Weg beräumt, lag erneut der Schnee so hoch das man wieder von vorn beginnen konnte. Dachlawinen taten ihr übrigens, damit uns nicht langweilig wurde. Dennoch fanden in der Öffnungszeit wieder zahlreiche Interessenten und Spender den Weg ins Tierheim. Drücken Sie die Daumen, dass für den ein oder anderen Schützling der passende Zweibeiner zu Besuch war und die Vierbeiner bald ein Zuhause finden werden.

 

14.01.2021

Ganz mutig tapste Soja in die offene Transportbox hinein. Snorre wollte ebenso mit, aber nein, er muss sich noch ein wenig gedulden. Heute ist Soja erst einmal derjenige, der ausziehen darf.Während der Autofahrt, so das erste Mal ganz allein auf sich gestellt, war Soja dann doch nicht mehr so mutig. Er maunzte, dass wir schon befürchten mussten, dass er in Dresden heiser ankommt. Dem war zum Glück nicht so.
In seinem neuen Reich brauchte er 10 Minuten, bis er nicht mehr geduckt lief. Sehr amüsant war die Begegnung mit dem bodenlangen Spiegel. "Huch, da ist doch wer?" Nochmal zurück, an der Seite schauen: nein, da ist nichts. Also nochmal Frontalkonfrontation, kurzes Zurückzucken und erneutes Betrachten. Aha, es ist dann doch nicht ganz so interessant. Das Katerchen zog weiter. In der Stube erkundete er kurz den Fußboden und die Ecken. Aber dann dachte er sich, "von oben sehe ich besser" und kletterte auf einen der Kratzbäume. Anschließend, nach so viel Aufregung hungrig geworden, musste er erst einmal vom Trockenfutter kosten. Es schien zu schmecken, so dass er gar nicht genug ins Mäulchen bekam und ein wenig das Futter um den Napf herum verteilte. Danach lief Soja stolz erhobenen Schwanzes zum Sofa, sprang hoch und holte sich mega viele Streicheleinheiten ab. Dabei begann er sogar zu schnurren. Nachdem Soja so viel Furchtlosigkeit bewies, durfte er, obwohl dies erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant war, auch die anderen Räume erkunden. Wir nutzen die Chance und verabschiedeten uns, ohne dass Soja davon etwas mitbekam.

 

13.01.2021  

Eine weitere Samtpfote durfte heute unser Katzenhaus gegen die eigenen vier Wände tauschen. In einem riesigen Eigenheim in Schirgiswalde residiert von nun an Katze Lotus. Das sonst aufgeweckte Katzenmädchen war erst einmal irritiert von der Fahrt und dem großen Platzangebot. Dabei wird sie zur Eingewöhnung vorerst „nur“ die geräumige Wohnstube und Küche kennenlernen, bevor sie das gesamte Haus erkunden darf. In zwei verschiedene Richtungen laden große Fenster zum Wildvögel beobachten ein.

Außerdem freuen sich alle drei Familienmitglieder auf gemeinsames Spielen, Spaß haben und natürlich Kuscheln. Noch sichtlich beeindruckt zog sich Lotus allerdings zunächst hinter das Sofa zurück. So wie wir sie bisher erlebt haben, dürfte das Eis aber schnell gebrochen sein.

 

12.01.2021  

Der heutige Tag war eine Herausforderung für alle. Der ständige Schnee sorgte nicht nur für Verkehrschaos. Unser lieber Hausmeister kam mit Schnee schieben gar nicht hinterher. Die Wildvögel fanden woanders nichts mehr zu futtern und hatten deshalb unsere Vogelhäuschen im Nu geleert, die wir natürlich flugs wieder auffüllten.. Einige Äste unserer Bäume und Büsche bogen sich unter der Last des vielen Schnees. 

Dennoch hielt uns das alles nicht davon ab, Antonias Glück eines eigenen Körbchens zu verwehren. Wir nahmen uns alle Zeit der Welt, fuhren ruhig und besonnen mit der Katze an Bord zum Tor zur Oberlausitz. In einem zweistöckigen Eigenheim hat die neue Besitzerin für Antonia erst einmal liebevoll ein eigenes Zimmer eingerichtet, wo sie sich eingewöhnen kann. Sogar die Gardinen wurden eingekürzt, damit Antonia ungehindert heraus schauen kann.Wie erwartet wollte die hübsche schwarz-weiße Katze anfangs gar nicht aus der Transportbox heraus, dann nach einiger Überredung kam sie heraus und verkroch sich unters Sofa. Den Schriftverkehr erledigten wir derweil in der Küche, damit Antonia etwas Zeit für sich hat. Jedoch nicht, ohne vorher Leckerlis im Raum verteilt zu haben. Schließlich konnten wir im Tierheim auf diese Art auch langsam das Vertrauen von Antonia gewinnen. Als der Vertrag unterzeichnet und alle Fragen geklärt waren, gingen wir wieder ins Zimmer zurück. Nun befand sich Antonia unter dem Schrank, einige der Leckerlis hatte sie schon verspeist. Na, der Anfang ist doch schon gemacht. Die Frau wird sich oft zu Antonia ins Zimmer setzen, lesen, Fernsehen gucken, ihren Mittagsschlaf auf dem Sofa abhalten, aber der Katze auch die nötigen Ruhephasen gönnen, damit sich Antonia nicht gleich überfordert fühlt.  Wir sind guter Hoffnung, dass Katze und Frauchen bald ein Herz und eine Seele sind.

 

11.01.2021  

Zum Tierheimgeschehen gibt es heute ausnahmsweise nichts Außergewöhnliches zu berichten. Solche Tage finden sich eben auch in unserem Alltag. Wir nutzten die Zeit, um die scheue Hündin Ramona etwas mehr in die Nähe von uns Menschen zu holen. Nun ist sie gefordert, ihre Angst zu überwinden und sich an uns zu gewöhnen. Immer wieder schlich sie sich in unsere Nähe und zeigte gelegentlich vorsichtige Züge von Freude an. Die meiste Zeit verkriecht sie sich jedoch. Wir schieben es mal positiv hoffend auf das Wetter. Von den anderen Hunden kann sich Ramona nun abgucken, dass Nähe und Streicheleinheiten schön sind und unsere Anwesenheit sie nicht einschüchtern braucht. Auch wenn Ramona noch einen langen Weg gehen muss, bis sie vertrauen kann, sie wird es schaffen.  

 

09./10.01.2021  

Wir dürfen Ihnen eine freudige Nachricht mitteilen. Sicher erinnern Sie sich an unser kleines schwarzes Sorgenfellchen "Ginkgo". Er hatte am meisten mit den Nachwirkungen des Katzenschnupfens zu kämpfen und ist der kleinste seiner Geschwister. Nun hat gerade er ein wirklich schönes Zuhause gefunden. Eine Familie, die bereits Hunde von uns adoptierte, nahm vor kurzem ein 15 Wochen altes Katerchen auf, für welchen nette Gesellschaft gesucht wurde. Als die Familie Ginkgo besuchen kam, hat sich dieser in den Arm der Frau gekuschelt und wäre fast eingeschlafen. Die Fahrt in der Box fand er dafür weniger toll. Im neuen Revier schaute sich Ginkgo vorsichtig aber neugierig um. Nach einer gewissen Anlaufzeit jagte er sich bereits spielerisch mit dem vorhandenen Kater. Der Hund war anfangs noch etwas geplättet von den beiden "Rabauken" und skeptisch über den Neuling. Doch bereits einige Zeit später kuschelten und spielten Hund und Katzen. Mit so einer rasanten unkomplizierten Eingewöhnung rechnete eigentlich keiner. Aber das wahre Leben überrascht uns immer wieder. Ginkgo ist in allerbester Kuschellaune, ob Frauchen, Kinder oder auch Besucher, alle werden umgarnt. Wir freuen uns riesig über das Happy End.

 

08.01.2021  

Schon heute erhielten wir Rückmeldung aus der Tierklinik. Die am Vortag eingelieferte Fundkatze entpuppte sich als weibliches Tier, welches sehr verschmust ist, aber gern wieder nach draußen will. Ihr Gesundheitszustand ist tadellos und sie ist auch nicht schlecht ernährt. Man könnte also vermuten, es handelt sich um eine ausgesetzte oder entlaufene Mieze. Vielleicht ergibt sich ja noch ein Happy End. Vorerst bleibt sie zur Überwachung in unserer Quarantäne.

Außerdem durfte die hübsche Fundkatze Fussel die Quarantänestation verlassen. Sie darf künftig unser großes Katzenhaus unsicher machen und durch den Freilauf tigern oder sich im beheizten Innenraum auf dem Sofa wälzen. Die zauberhafte Mieze wird hoffentlich schnell ein liebevolles Zuhause finden.

 

07.01.2021  

 Über das Ordnungsamt erfuhren wir von einer herrenlosen Katze. Die Anwohner berichteten, dass die Mieze seit einigen Tagen dort zu sehen war und keine Anstalten machte, wieder zu gehen. Sie sei wohl in keinem guten Zustand und so sagten wir unsere Hilfe zu. Das herangeeilte Ordnungsamt fing die Mieze ein und fuhr mit ihr direkt zum Tierarzt. Wir sind gespannt, was die Veterinäre feststellen werden.

Die hübsche Katze Bonsai, die lange an einem fiesen Schnupfen laborierte, hatte sich soweit erholt und stabilisiert, dass wir mit ihr einen Kastrationstermin vereinbart haben. Nach dem erfolgreichen Eingriff durften wir sie wieder zu uns holen. Noch etwas tüddelig verbrachte sie die Nacht im Kuschelkörbchen mit Wärmflasche zum "ausnüchtern".

 

06.01.2021  

 Heute stand wieder Tierarztvisite auf dem Programm. Die hübsche Fundkatze Fussel und auch die moppelige Glückskatze Flop erhielten ihre zweite Impfung und sind somit Grundimmunisiert. Für Fussel kann die Suche nach einem passenden Zuhause nun beginnen. Flop muss sich leider noch ein wenig gedulden, da sie beidseitigen Zahnstein hat, der noch entfernt werden sollte. Auch das Model für unser aktuelles Foto der Woche Rüdi erhielt seine zweite Impfung. Mit der jährlichen Impfung war der große Rüde Yusti dran. Er wartet bereits ein dreiviertel Jahr auf seine Menschen, bisher vergebens. Zum Schluss haben wir uns noch einmal Miraculix angeschaut. Er hatte verfärbten Urin, doch die Tierärztin gab Entwarnung. Dies sei nur das Beta Karotin aus der Nahrung und völlig normal. Da sich der Mümmelmann wegen seinem schiefen Köpfchen nicht richtig putzen kann, sind wir gefragt ihm den Augenausfluss täglich abzutupfen. Das tun wir gern, um Miraculix das Unrecht vergessen zu lassen, welches ihm widerfahren ist, als er reulos ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen wurde.

 

05.01.2021  

In Dresden beheimatet ist ab sofort der liebe Schäferhundrüde Boris. Er lief noch fein mit vors Tor, aber dann stockte er kurz. Als wir zusammen Richtung Auto gingen und er die offene Tür hinten sah, verstand er irgendwie, dass er in die Box sollte. Er machte gleich Anstalten, da hinein hopsen zu wollen. Aber wir konnten ihn noch bremsen. Denn bei seiner Vorschädigung der Gelenke sollte er sich lieber helfen lassen, was er auch brav tat. Die Fahrt dauerte nicht lange, er vertrug das Autofahren gut, aber Aussteigen und Schnuppern war definitiv besser. Auf dem Weg zu seiner neuen Wohnung war er so mit den vielen Gerüchen beschäftigt, dass ihn keine vorbeifahrenden Autos, Busse oder Fahrradfahrer störten. Er nahm diese gar nicht wahr. Mit kurzen Überredungskünsten lief er dann in den Hausflur und sogar von allein in den Fahrstuhl hinein. Als er sein Spiegelbild dort erblickte, beschnupperte er es und fing an, freudig mit seinem Schwanz zu wedeln. Das war lustig anzusehen. Als der Fahrstuhl abbremste, sahen wir ihm sein Unwohlsein an. Daran muss er sich erst noch gewöhnen. Auf dem Weg zur Wohnung und in die Wohnung hinein, war er erst einmal verunsichert. Vorsichtig, leicht geduckt, schaute er sich um. Er ließ sich beim Anblick seines neuen Frauchens aber wieder zu einem zögerlichen Schwanzwedeln hinreißen und genoss es, beknuddelt zu werden. Von der Balkontür aus beobachtete er die Strasse, aber hinaus traute er sich nicht so recht. Das war bei seinem Bettchen anders. Da traute er sich auch erst nicht, aber dann fand er es doch sehr bequem. Wir sind überwältigt, dass er nicht einmal mit zur Tür wollte, als es Zeit war, Abschied zu nehmen. Machs gut, kleines großes Stehohr. Auch wenn es noch einiges neu zu erlernen gibt, wissen wir dich in liebevollen geduldigen Händen. 

 

04.01.2021  

Heute wurden wir um Aufnahme einer 11 jährigen Katze gebeten. Sie vertrug sich wohl leider nicht mehr mit dem Hund und den anderen Katzen im Haushalt. Die Besitzer hatten sie vorbildlich kastrieren und impfen lassen. Eine Möglichkeit, die Katze bei Bekannten unterzubringen, fiel leider ebenso wegen Unverträglichkeit mit Hund und Katze aus. Nun ist die grau-beige Miez namens "Mautzi" hier bei uns und zeigt sofort ihre freundliche Art gegenüber Menschen. Sie kommt sogar schmusen. Wir sind angenehm überrascht von so viel Zutraulichkeit, obwohl ja alles fremd ist für sie. Sie genießt wohl ihren Einzelplatz.

 

02./03.01.2021  

Das neue Jahr fängt gleich unfassbar traurig an. Für uns unvorstellbar und ohne erkennbaren Grund fanden wir Hündin Ophelia plötzlich leblos auf. Dabei war alles wie immer: Sie frass fein, sie spielte, kündigte die Besucher mit ihrem Stimmchen an, sie kuschelte und eine halbe Stunde später lag sie in einer Ecke des Geheges. Eine Rettung nicht mehr möglich. Auch äußerlich waren keinerlei Anzeichen festzustellen. Wir sind zutiefst erschüttert und werden wohl noch eine Weile mit ihrem Verlust zu kämpfen haben.

 

01.01.2021  

Glückspilz des Tages ist Rüde Kanto. Nachdem der liebe Kerl nur wegen eines Zahlendrehers in Rumänien den Weg in unser Tierheim fand, interessierte sich eine nette Familie für ihn. Er ist bereits der dritte Hund aus unserem Tierheim, der dort ein liebevolles Zuhause findet. Mit der noch dort lebenden Hündin verstand er sich beim Spaziergang richtig gut. Besonders beeindruckend war, dass er sich auch gleich am Mann orientiert hat, ihm nicht von der Seite wich. Wow! Das hätten wir von dem zurückhaltenden Kanto nicht erwartet. Die Fahrt verlief unspektakulär. Nach der Ankunft war Kanto erst einmal total geplättet von all den neuen Eindrücken und zog sich zurück. Dabei ignorierte er die Mieze vollkommen, die auch noch neugierig kucken kam, wer da jetzt eingezogen ist. Nach der ersten Nacht erhielten wir bereits Nachricht, dass es sich langsam alles einspielt. Kanto schaut sich den Tagesablauf prima bei seiner Hundefreundin Dora ab und auch die Mieze hat Kanto schon "überfallen" und ihn mit ihrer Zuneigung überschüttet. Toi, toi, toi, dass es weiterhin so gut klappt und Kanto glücklich werden darf.